- Goldpreis steuert auf den zweiten Wochenverlust zu.
- US-Bank senkt Jahresendziel für Gold um 400 US-Dollar.
- Gold verlor in den letzten 3 Monaten rund ein Fünftel.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Der Goldpreis (Goldkurs) steuert auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu. Anleger rechnen mit höheren Zinsen. Zugleich fiel der Ölpreis, weil die Hoffnung auf ein mögliches Friedensabkommen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zunahm.
Peter Fertig von Quantitative Commodity Research sieht Gold derzeit vor allem von politischen Aussagen aus Washington und von Inflationssorgen bewegt. Entscheidend sei, wie stark die Inflation weiter steige. Sollte sie in den kommenden Monaten erneut anziehen, könne Gold auch unter 4.000 US-Dollar fallen.
US-Präsident Donald Trump sagte, ein Abkommen mit dem Iran könne bereits an diesem Wochenende unterzeichnet werden. Teheran erklärte dagegen, es gebe noch keine endgültige Entscheidung.
Das Edelmetall leidet seit Beginn des Iran-Konflikts unter der Sorge vor höheren Energiepreisen. Diese könnten die Inflation anheizen und die Zentralbanken zwingen, die Zinsen länger hoch zu halten. Für Gold ist das negativ, weil das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft.
Neue Konjunkturdaten verstärkten diese Sorge. In den Vereinigten Staaten stiegen die Erzeugerpreise im Mai stärker als erwartet. Die Verbraucherpreisinflation sprang erstmals seit drei Jahren über vier Prozent. Nun richtet sich der Blick auf die Sitzung der Federal Reserve am 16. und 17. Juni. Es ist die erste Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh.
Die Australia and New Zealand Banking Group senkte ihr Jahresendziel für Gold um 400 US-Dollar auf 5.200 US-Dollar. Die Bank verwies auf die jüngste hohe Preisvolatilität.
Auch Matt Bance von T. Rowe Price sieht Gold kurzfristig weniger klar im Vorteil. Die langfristigen Argumente blieben zwar intakt. Dazu zählen Zentralbankkäufe, geopolitische Risiken, Sorgen um Staatsfinanzen und Zweifel an klassischen Reservewährungen. Kurzfristig sei das Chance-Risiko-Verhältnis aber ausgeglichener.
Bance verweist zudem darauf, dass Zentralbanken Gold nicht nur kaufen. Der Abbau türkischer Reserven nach Ausbruch des Iran-Konflikts zeige, dass Länder Gold auch verkaufen oder mobilisieren können, wenn Finanzierungs- oder Währungsdruck entsteht.
Für Anleger bleibt Gold ein wichtiger Schutzbaustein. Doch der Rückenwind lässt nach. Höhere Zinsen, Inflationssorgen und schwankende Energiepreise bremsen das Edelmetall. In den vergangenen 3 Monaten verlor Gold rund ein Fünftel seines Wertes.
Autor: Nicolas Ebert, sbh-Redaktion
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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20
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Put
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5
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