Lockheed Martin: Pentagon-Deal entfacht Hoffnung auf Kursrallye
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Aktie des Rüstungskonzerns Lockheed Martin von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 690 auf 835 US-Dollar angehoben.
Analystin Kristine Liwag begründet ihren Optimismus vor allem mit einer neuen Vereinbarung zwischen Lockheed Martin und dem Pentagon. Diese soll die Produktion des Tarnkappen-Kampfjets F-35 über die kommenden zehn Jahre absichern und damit eine der größten Unsicherheiten für Anleger beseitigen.
Pentagon-Abkommen beseitigt Milliardenrisiko
Lockheed Martin kündigte am vergangenen Donnerstag eine Rahmenvereinbarung mit der US-Regierung an, die den Bau von 850 F-35-Kampfjets für die amerikanischen Streitkräfte über zehn Jahre vorsieht. Hinzu kommen internationale Bestellungen sowie langfristige Vereinbarungen für Ersatzteile, Wartung und Modernisierung. Die jährliche Gesamtproduktion soll bei 156 Flugzeugen bleiben.
Für Morgan Stanley ist die Einigung ein entscheidender Wendepunkt. Bislang hatten Investoren befürchtet, dass das F-35-Programm im US-Verteidigungshaushalt zugunsten einer stärkeren Raketenproduktion gekürzt werden könnte.
Diese Sorge sei durch die neue Vereinbarung weitgehend ausgeräumt, argumentiert Liwag. Die langfristige Planungssicherheit eröffne dem Konzern zudem die Möglichkeit, seine Produktionskapazitäten auszubauen und Lieferketten effizienter zu gestalten.
Allerdings handelt es sich zunächst um eine Rahmenvereinbarung. Die endgültigen Verträge stehen noch unter dem Vorbehalt entsprechender Haushaltsmittel und Genehmigungen.
Neben dem Kampfjetgeschäft sieht Morgan Stanley erhebliches Potenzial in der Raketensparte. Lockheed Martin profitiert von einer steigenden Nachfrage nach Luftverteidigungs- und Raketensystemen, deren Produktion der Konzern bereits deutlich ausweitet.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz der Sparte Missiles and Fire Control gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Für die kommenden fünf Jahre erwartet das Management ein durchschnittliches jährliches Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich.
Auch die jüngsten Quartalszahlen lieferten positive Impulse. Lockheed Martin steigerte seinen Gesamtumsatz um elf Prozent auf 20,7 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn legte um 14 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar zu und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Auftragsbestand erreichte mit 292 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord.
Lockheed-Martin-Aktie bereits 25 Prozent im Plus
An der Börse sorgten die jüngsten Entwicklungen bereits für deutliche Kursgewinne. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen legte die Lockheed-Martin-Aktie zu. Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs bereits um über 25 Prozent gestiegen.
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