SpaceX ist jetzt wertvoller als Berkshire Hathaway und Saudi Aramco zusammen
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Selten war ein Börsengang so sehr ein Ereignis für die ganze Finanzwelt. SpaceX hat am Freitag seinen ersten Handelstag an der Nasdaq absolviert und dabei Geschichte geschrieben: Mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar übertraf das Unternehmen jeden vorangegangenen Börsengang. Die Aktie kletterte zeitweise um 31 Prozent über den Ausgabepreis von 135 US-Dollar, schloss am Ende bei 160,95 US-Dollar, ein Plus von 19,2 Prozent. Die daraus resultierende Marktkapitalisierung von 2,1 Billionen US-Dollar machte SpaceX auf Anhieb zum sechstgrößten börsennotierten Unternehmen der Welt.
Für Elon Musk bedeutet das einen Meilenstein, den es in dieser Form noch nie gegeben hat: Er ist nun der erste Billionär der Geschichte, zumindest nach Marktpreisen. Demokratische Senatoren in Washington haben prompt Forderungen nach einer Vermögenssteuer für Superreiche laut werden lassen.
Das Interesse war gewaltig. Institutionelle und private Anleger fragten zusammen mehr als 350 Milliarden US-Dollar an Aktien nach. Auf Privatanleger entfielen dabei rund 100 Milliarden US-Dollar an Kauforders, zugeteilt bekamen sie davon aber nur einen Bruchteil. Kein Wunder, dass SpaceX am Freitag zur meistgekauften Aktie unter Kleinanlegern avancierte, mit einem Kaufvolumen, das mehr als dreimal so hoch lag wie das des zweitplatzierten Nvidia.
SpaceX gilt durch die Übernahme des KI-Unternehmens xAI von Musk im Februar nun auch als Wette auf künstliche Intelligenz. Das macht den Börsengang zum inoffiziellen Stimmungstest für das gesamte KI-Segment und für anstehende IPOs wie die von Anthropic und OpenAI, die beide noch in diesem Jahr an die Börse wollen.
Veteranen-Leerverkäufer Jim Chanos mahnt unterdessen zur Vorsicht: Historisch gesehen seien Phasen mit extrem großen Börsengängen ein Signal, das Anleger zu mehr Zurückhaltung veranlassen sollte. Eine Warnung, die angesichts der Euphorie leicht untergeht, aber nicht falsch ist.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB6V1Z9
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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