- AST SpaceMobile erzielte im Q2 einen Umsatz von 31,5 Mio. USD.
- Der Nettoverlust im Q2 summierte sich auf 231 Millionen USD.
- Der Auftragsbestand stieg auf rund 1,3 Milliarden USD.
- Hot or not?
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Ferdinand Hammer Mit seinen jüngsten Zahlen hat AST SpaceMobile für Enttäuschung gesorgt. So erzielte der Spezialist für Satelliten-Internet im zweiten Quartal einen Umsatz von 31,5 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 1,16 Millionen US-Dollar. Doch dieser gewaltige Umsatzsprung reichte der Wall Street nicht, da Analysten mit mehr als 34 Millionen US-Dollar gerechnet hatten. Treiber waren Gateway-Lieferungen und Meilensteine bei US-Regierungsaufträgen. Große wiederkehrende Netzerlöse stehen jedoch noch aus.
Noch härter als die Umsatzzahlen trifft die Anleger der Blick auf die Ergebnisseite. So summierte sich der Nettoverlust im zweiten Quartal auf rund 231 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,77 US-Dollar je Aktie. Erwartet worden war lediglich ein Minus von 0,29 US-Dollar je Aktie.
Die operativen Aufwendungen erreichten 329,1 Millionen US-Dollar. In diesem Betrag ist allerdings auch ein Verlust von 125,9 Millionen US-Dollar aus einer unfreiwilligen Konversion enthalten.
AST SpaceMobile hat jedoch ein Ass im Ärmel: Der Auftragsbestand ist auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar gestiegen. Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen zudem über rund 2,7 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und gebundenen Mitteln. Nach einer im Juli abgeschlossenen Wandelanleihe lag die Pro-forma-Liquidität sogar bei mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar.
Das Geld wird dringend benötigt. AST SpaceMobile plant den Aufbau eines Satelliten-Internets, das gewöhnliche Smartphones direkt erreicht. Bereits 13 Satelliten kreisen im Orbit. Die Modelle BlueBird 14 bis 16 sollen bald versandbereit sein, während sich die Modelle 17 bis 46 in unterschiedlichen Produktions- und Montagephasen befinden. Mehr als 60 Mobilfunkpartner decken zusammen über drei Milliarden Kunden ab.
Das Management hält am Umsatzziel von 150 bis 200 Millionen US-Dollar für das Jahr 2026 fest. Nach dem schwachen Quartal muss das Wachstum nun deutlich anziehen. Für Anleger wird damit aus der Vision ein Härtetest: Reichen die Milliardenpolster und Aufträge aus, bis das kostspielige Satelliten-Internet startet?
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
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