-30% im S&P 500? Wenn der Tech-Rausch endet

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

 | 
aufrufe Aufrufe: 1601
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Die New Yorker Freiheitsstatue. New York ist die Börsenmetropole der Vereinigten Staaten.
pexels.com
20 Billionen US-Dollar Börsenwert weg, der S&P 500 um 30 Prozent im Minus: So sähe das Crash-Szenario von TS Lombard aus. Wer am härtesten getroffen würde und wie Sie Ihr Depot jetzt absichern.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Was passiert, wenn der Rausch um künstliche Intelligenz endet? Dario Perkins von TS Lombard hat es durchgerechnet. Laut seiner Szenarioanalyse würde ein Einbruch der Investitionen rund 20 Billionen US-Dollar an US-Börsenwert vernichten. Der S&P 500 fiele um 30 Prozent, Technologiewerte sogar um 40 Prozent. Banken und andere Geldgeber müssten Kreditverluste von 125 bis 190 Milliarden US-Dollar verkraften.

Den größten Schaden sieht Perkins bei den Schwächeren im System. Dazu zählen Cloudanbieter wie CoreWeave, Modellentwickler wie OpenAI und Anthropic sowie Zulieferer. Die Riesen wie Meta, Amazon, Alphabet und Microsoft dürften die Krise dank starker Bilanzen überstehen. Bis Ende 2027 dürfte der Rest der Branche laut TS Lombard mehr als zwei Billionen US-Dollar an Anleihen, Bankkrediten und privaten Darlehen angehäuft haben.

Konjunktur: Rezession, aber nur eine leichte

Trotz der Verluste rechnet Perkins nur mit einem milden Abschwung wie 1990 oder 2001. Das Wirtschaftswachstum fiele um rund zwei Prozentpunkte geringer aus. Etwa 800.000 Bauarbeiter verlören ihren Job. Die Bilanzen der Privatwirtschaft seien aber solide, und die US-amerikanische Notenbank habe viel Spielraum für Zinssenkungen.

Werte aus dem Artikel:
Amazon Aktie 247,96 $ -0,97%
Microsoft Aktie 524,51 $ 0,00%
Meta Platforms Aktie 642,24 $ -1,02%

Strategie: Streuen statt wetten

Gegen den Boom zu wetten, hält Perkins für gefährlich. "Wir wissen nicht genau, wann dieser Investitionsrausch enden wird", schreibt er. Wer zu früh auf fallende Kurse setze, werde schlechter abschneiden. Er rät zu internationalen Aktien. Die Blase konzentriere sich viel stärker auf die USA als einst die Dotcom-Blase. Staatsanleihen sollten Anleger erst bei ersten Anzeichen von Instabilität kaufen.

Gegenstimmen: Der Zyklus steht erst am Anfang

Auch interessant

Andere Profis sehen keinen Crash. Die Schwankungen seien nicht mit dem Ende des Investitionszyklus zu verwechseln, sagt Mark Baribeau von Jennison. Die Nachfrage wachse schneller als das Angebot. Michael Walsh von T. Rowe Price hält einen Einbruch ebenfalls nicht für das Hauptszenario. Die größere Gefahr sei die Inflation durch teure Energie.

Chart US 500

Laut FactSet zahlen Anlegerinnen und Anleger für jeden US-Dollar erwarteten Gewinn der Unternehmen im S&P 500 rund 19 US-Dollar. Das entspricht dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Walsh warnt dennoch, die Bewertungen ließen wenig Spielraum für Enttäuschungen.

Fazit

Das Crash-Szenario von TS Lombard ist eine Warnung, keine Prognose. Es zeigt aber, wie stark der US-Markt am Erfolg der künstlichen Intelligenz hängt. Wer sein Depot auf wenige Technologiewerte stützt, trägt ein Klumpenrisiko. Internationale Aktien können laut Perkins einen Absturz abfedern, ohne dass Anleger auf die Chancen des Booms verzichten müssen.


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB2DSX5 , DE000NB590U1 , DE000NB7A925 , DE000NG8D2T9 , DE000NB7FDX1 , DE000NB7YC72 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Themen im Trend

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren