ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Hohe Ölpreise belasten - SAP stützt

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Blick auf die morgendliche Skyline des Finanzviertels in Frankfurt, Deutschland
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei weiter hohen Ölpreisen bleiben die Anleger am deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende auf der Hut. Kräftige Kursgewinne der schwer gewichteten SAP-Aktien nach gut aufgenommenen Quartalszahlen des Softwareherstellers bewahren den Dax am Freitag vor größeren Verlusten. Im frühen Handel gab der deutsche Leitindex um 0,09 Prozent auf 24.135 Punkte nach.

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Am Vortag hatte der deutsche Leitindex zeitweise unter 24.000 Punkten notiert und den vierten Tag nacheinander im Minus geschlossen. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Verlust von 2,3 Prozent ab.

Der MDax mit den mittelgroßen Werten sank am Freitag um 0,98 Prozent auf 30.551 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,4 Prozent nach unten.

Der Preis für Öl (Rohöl) der Nordseesorte Brent bleibt mit um die 106 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Irans zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf.

"Man kann es klar erkennen: Seit der Ölpreis wieder über 100 Dollar (Dollarkurs) gestiegen ist, nimmt die Unruhe auf den Börsenparketts der Welt wieder zu", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Aktienanleger mögen den Luxus besitzen, auf die Resilienz der Unternehmen setzen zu können, die sich aus der ersten Energiekrise 2022 das Rüstzeug zugelegt haben, um mit hohen Energiepreisen besser umgehen zu können. Doch auch das hat seine Grenzen."

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 24.599,05 -0,29%
MDAX (Performance) 31.468,62 -0,38%
SDAX (Performance) 17.951,91 +1,04%

Die Geschäftszahlen von SAP (SAP Aktie) dürften derweil die Anleger etwas beruhigen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag von etwa 28 Prozent mit Abstand schwächster Dax-Wert 2026. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genähert. Nun legten sie um 6,5 Prozent zu.

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird nach der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Die Papiere gewannen auf Rekordniveau zuletzt 1,4 Prozent. Siemens Energy sind im Dax im Jahr 2026 bislang der stärkste Wert mit einem Zuwachs von weit mehr als die Hälfte.

Die UBS stufte MTU auf "Sell" ab. Darauf reagierten die Anteile des Triebwerkherstellers mit minus 4,3 Prozent. Von den drei führenden Triebwerkherstellern sei bei MTU das Risiko für eine harte Landung am größten, wenn der Wind im Ersatzteil- und Servicegeschäft drehe, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant.

Der Softwareanbieter Atoss Software rechnet im laufenden Jahr mit einer höheren Profitabilität. Die im Nebenwerteindex SDax notierten Papiere zogen um 8 Prozent an./ajx/jha/


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