DEUTSCHLAND: - ÖLPREISE HOCH; DAX RUNTER - An der Frankfurter Börse dürfte es zu Beginn der Woche wegen der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten wieder deutlich nach unten gehen. Der Broker IG taxierte den Dax rund drei Stunden vor dem Xetra-Start 1,2 Prozent tiefer auf 23.507 Punkte. Der Leitindex nähert sich damit seinem Niveau vor dem Kurssprung am vergangenen Mittwoch, als eine vorerst beschlossene Waffenruhe im Iran für einen Kurssprung gesorgt hatte. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran und der daraufhin von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade steigen die Ölpreise am Montag wieder in größerem Maße. In der Nacht zog der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent wieder über die Marke von 100 Dollar (Dollarkurs) an. Dies belastete am Montag bereits die Börsen in Asien und dürfte auch hierzulande seine Spuren hinterlassen.
USA: - DOW JONES UND S&P 500 LEICHT IM MINUS - Die US-Aktienmärkte haben nach einer starken Woche uneinheitlich geschlossen. Die Waffenruhe im Iran bleibt fragil. Vor den am Wochenende geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan drohte US-Präsident Donald Trump Teheran mit weiteren Angriffen, sollten die geplanten Friedensgespräche scheitern. Aktuelle US-Konjunktur- und Inflationsdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. Von den Ölpreisen, die seit dem Iran-Krieg der wichtigste Taktgeber für die globalen Börsen sind, kamen keine neuen Impulse. Sie notierten etwa auf Vortagesniveau, womit sich an den Inflations- und Konjunkturerwartungen nichts änderte. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,56 Prozent bei 47.916,57 Punkten. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochengewinn von rund drei Prozent. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,11 Prozent auf 6.816,89 Zähler. Der Nasdaq 100 stieg letztlich um 0,14 Prozent auf 25.116,34 Punkte. Damit beträgt das Wochenplus rund viereinhalb Prozent.
ASIEN: - VERLUSTE - Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade der Straße von Hormus mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank rund zwei Stunden vor Handelsende um etwas mehr als ein Prozent auf 56.290 Punkte. Der südkoreanische Kospi gab im späten Handel 1,3 Prozent nach. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gab der Hang Seng am Montagmorgen 1,2 Prozent nach. Nahezu unverändert hielt sich der in Shanghai gehandelte CSI 300 , der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, mit einem Minus von 0,1 Prozent. Der australische S&P ASX 200 sank um 0,5 Prozent.
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