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Bayer mit Absturzgefahr: Das hat der Aktie jetzt gerade noch gefehlt!

Mit einem Minus von 4 Prozent gehörte Bayer am Dienstag zu den größten Verlierern im DAX. Für die Aktie bedeutet das eine weitere Eintrübung des Chartbildes.
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Das Bayer-Kreuz in Leverkusen bei Nacht.
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Bayer-Aktie im Abwärtssog: Glyphosat sorgt für neuen Ärger

Nach einem zunächst starken Jahresauftakt trübt sich die Lage für die Aktie von Bayer immer stärker ein. Nach Verlusten von über 4 Prozent wechselte das Papier der Leverkusener am Dienstag das Vorzeichen. Gegenüber dem positiven Jahresauftakt steht jetzt ein Minus von knapp einem Prozent zu Buche.

Zwar kann sich die Bilanz verglichen mit dem Stand vor 12 Monaten angesichts eines Plus von 60,1 Prozent noch immer sehen lassen. Doch dabei könnte es nicht bleiben, denn die charttechnische Situation der Aktie hat sich in den vergangenen Wochen stark eingetrübt. Das könnte den Abverkauf der Anteile beschleunigen.

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Gleichzeitig sorgt die Meldung über Uneinigkeit am obersten US-Gericht für neuen fundamentalen Gegenwind und weitere Unsicherheit bezüglich der Beilegung noch offener Rechtsstreitigkeiten.

Müssen sich Anlegerinnen und Anleger jetzt auf weitere Kursverluste einstellen und wenn ja, in welchen Umfang? Oder gibt es auch Hinweise auf ein mögliches Ende der Korrektur? Dazu der Blick auf den Chart der Aktie:

Starke Erholung, Mehrjahreshochs und Kaufsignale ...

Nach jahrelangen Kursverlusten und dem tiefsten Stand seit 20 Jahren im Dezember 2024 konnte die Bayer-Aktie eine Erholung starten. Diese beschleunigte sich nach einem erfolgreichen Test der bisherigen Tiefs und einem Doppelboden bei rund 18,00 Euro im April vergangenen Jahres.

Dieser Erholungstrend beschleunigte sich im Herbst ein weiteres Mal und führte schließlich knapp unterhalb von 50,00 Euro zum höchsten Stand seit September 2023. Solche Mehrjahreshochs gelten in der technischen Analyse eigentlich als Kaufsignale.

... doch die konnten sich nicht durchsetzen: Neuer Abwärtstrend

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Käuferinnen und Käufer mit Blick auf den überkauften Relative-Stärke-Index (RSI) und den Trendstärkeindikator MACD ihr Pulver bereits verschossen. Gleichzeitig fehlte die Bestätigung des Mehrjahreshochs durch neue Hochs in den technischen Indikatoren, die zu diesem Zeitpunkt bereits bearishe Divergenzen und damit ein Trendwendesignal lieferten.

Somit kam es im mehrjährigen Widerstandsbereich zwischen 48,50 und 50,00 Euro zu einer Korrektur, welche mit dem Abrutschen unter die 50-Tage-Linie ein erstes Verkaufssignal lieferte. Der anschließende Erholungstrend macht zwar zeitweise einen guten Eindruck, scheiterte jedoch an der 50-Tage-Linie, die damit als Widerstand bestätigt ist. Am Montag und Dienstag fiel Bayer (Bayer Aktie) außerdem aus dem Trendkanal nach unten heraus. Damit liegt eine Bärenflagge und somit ein Trendfortsetzungssignal zur Unterseite vor.

Weitere Kursverluste zu befürchten

Die mit der Aktie fallenden technischen Indikatoren bestätigen die Abwärtstrendfortsetzung. Der RSI zeigt die ausgeprägte Schwäche von Bayer an, während der MACD nicht nur unter seine Null-, sondern auch seine Signallinie gefallen ist.

Damit liegt ein Abwärtstrend vor, der an Dynamik gewinnt. Anlegerinnen und Anleger sollten sich daher auf einen Rücksetzer bis mindestens zur Unterstützung bei 35 Euro beziehungsweise bis zur 200-Tage-Linie knapp darunter einstellen. Halten auch diese dem Verkaufsdruck nicht stand, dürfte der Ausbruch über 30 Euro getestet werden. Das bedeutet Stand jetzt ein weiteres Abwärtspotenzial von 18,5 Prozent.

Zur Oberseite muss für neue prozyklische Kaufsignale mindestens die 50-Tage-Linie bei rund 40 Euro überwunden werden. Hierfür gibt es nach dem jüngst gescheiterten Ausbruchsversuch jedoch noch keine Anzeichen.

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Fazit: Einstieg jetzt nicht ratsam

Die Bayer-Aktie hat sich mit ihren Kursverlusten am Dienstag keinen Gefallen getan. Sie zementiert ihre Ausgangslage unterhalb der 50-Tage-Linie und lässt angesichts ausgeprägter technischer Schwäche weitere Verluste befürchten. Für Anlegerinnen und Anleger gilt daher vorerst, dass hier kein Einstieg zu empfehlen ist.

Mit Blick auf die Fundamentaldaten sorgt der Supreme Court für neue Unsicherheit, während das KGVe 2026 mit 19,2 angesichts kaum vorhandenen Umsatz- und Gewinnwachstums ambitioniert ist. Für dasselbe oder weniger Geld gibt es qualitativ deutlich hochwertigere Unternehmen zu erwerben – wer dabei unbedingt auf einen DAX-Wert setzen möchte, sollte sich die Aktie von Merck ansehen. Die konnte sich am Dienstag gegen das schwache Gesamtmarktumfeld durchsetzen und hat relative Stärke bewiesen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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