Speicherchips im KI-Rausch: Micron und Sandisk explodieren – und Analysten sehen noch mehr Kurspotenzial
Micron und Sandisk sind bereits brutal gestiegen. Dennoch sehen Analysten durch den KI-Boom weiter Potenzial. Speicherchips werden zum Engpass der neuen Tech-Welt.
Melius Research nahm Micron und Sandisk mit Kaufempfehlungen in die Bewertung auf. Die Zweijahres-Kursziele liegen bei 700 US-Dollar für Micron und 1.350 US-Dollar für Sandisk. Nach Einschätzung von Melius dürfte die starke Nachfrage nach Speicherchips bis zum Ende des Jahrzehnts anhalten.
Die Kursentwicklung ist bereits außergewöhnlich. Die Aktie von Micron stieg in den vergangenen zwölf Monaten um über 500 Prozent. Bei Sandisk beträgt das Plus auf Jahressicht sogar über 3.000 Prozent. Am Donnerstag legt Sandisk nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vor.
Melius-Analyst Ben Reitzes sieht Speicher inzwischen als zentralen Bestandteil der Künstliche-Intelligenz-Infrastruktur. "Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass Speicher ein Kernbestandteil unserer KI-Berichterstattung ist und gut zu KI-Halbleitern, KI-Hardware und Hyperscalern passt", schrieb er laut Barron’s.
Trotz der starken Kursgewinne gelten die Aktien am Markt noch immer als vergleichsweise günstig. Micron wird mit dem 6,4-Fachen des erwarteten Gewinns der kommenden zwölf Monate gehandelt. Bei Sandisk liegt der Wert beim 10,3-Fachen. Der Branchenindex PHLX Semiconductor kommt dagegen auf etwa 25.
Melius hält diese Sicht für überholt. Künstliche-Intelligenz-Modelle benötigen immer mehr Speicher. Auch KI-Agenten erhöhen den Bedarf auf allen Ebenen der Recheninfrastruktur. "Die Speichernachfrage wächst exponentiell", schrieb Reitzes. Deshalb könnten die Preise weiter steigen, solange der KI-Ausbau anhält.
Marktstruktur hat sich verändert
Früher waren Speicherchips stark von kurzfristigen Spotkäufen abhängig. Heute sichern sich große Cloud-Anbieter zunehmend langfristige Lieferverträge. Das könnte die Erträge der Anbieter stabilisieren.
Die Wall Street bleibt entsprechend bullish. Mehr als drei Viertel der von FactSet erfassten Analysten empfehlen Sandisk zum Kauf. Bei Micron liegt der Anteil der Kaufempfehlungen sogar bei 92 Prozent. Auch Morgan Stanley erhöhte das Kursziel für Sandisk deutlich von 690 auf 1.100 US-Dollar und bestätigte die Einstufung mit "Übergewichten".
Kurzfristig könnten nach den enormen Kursgewinnen Gewinnmitnahmen drohen. Langfristig bleibt die Botschaft der Analysten jedoch klar: Solange Künstliche Intelligenz immer mehr Rechenleistung und Speicher braucht, dürfte der Boom bei Micron und Sandisk noch nicht vorbei sein.
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