dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 945

Aktien Frankfurt: Handelsstreit zwischen USA und China belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Konfrontation im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat dem Dax am Dienstag die nächste Korrektur eingebrockt. Auf dem hohen Niveau, das der Dax inzwischen erreicht hat, sind die Anleger vorsichtig. Das liegt auch an der Berichtssaison in den USA, die mit den Quartalszahlen der Großbanken startet.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
DAX 24.272,32 DAX Chart +1,33%
Zugehörige Wertpapiere:
MDAX (Perf.) 30.595,56 MDAX (Performance) Chart +1,95%
Zugehörige Wertpapiere:

Zur Mittagszeit büßte der deutsche Leitindex 1,0 Prozent auf 24.145 Zähler ein. Noch am Donnerstag hatte er bei 24.771 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Der MDax mit den mittelgroßen Unternehmen verlor am Dienstagmittag 1,3 Prozent auf 30.043 Punkte.

Nach dem am Freitag erneut eskalierten Handelsstreit der beiden weltgrößten Volkswirtschaften, in dem am Sonntag US-Präsident Trump wieder versöhnlichere Töne anschlug, meldete sich inzwischen China. Das Handelsministerium in Peking bekräftigte die Absicht, den Handelsstreit bis zum Ende ausfechten zu wollen, auch wenn die Tür seitens China für Verhandlungen offen bleibe. Entsprechend traten von China zuvor angekündigte Hafengebühren für US-Schiffe in Kraft und in den USA Gebühren für chinesische Schiffe.

"Nach dem Freitag läuft nun in Frankfurt die zweite Korrekturwelle an und trifft auf einen Aktienmarkt, der ohnehin auf wackeligem Fundament steht", resümierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets. Unter 24.200 Punkten drohe ein direktes Durchrutschen auf die psychologisch wichtige 24.000er Marke. "Dort entscheidet sich dann, ob die Bullen noch einmal genügend Kraft finden, den Markt zu stabilisieren, oder ob die Verkäufer endgültig das Ruder übernehmen."

Bevor in Kürze zuerst JPMorgan und Wells Fargo und kurz danach Goldman Sachs und die Citigroup ihre Zahlen zum dritten Quartal bekannt geben, zeigten sich die zwei deutschen Bankaktien mit dem Markt schwach. Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) verloren 1,0 Prozent und Commerzbank (Commerzbank Aktie) 0,5 Prozent.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG9CKD6 , DE000NB130N1 , DE000NB58B51 , DE000NB4ZJU9 , DE000NB2LCF9 , DE000NB2FPN7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Continental (Continental Aktie) zählten mit minus 3,8 Prozent zu den größten Verlierern. Sie wurden von einer überraschend heftigen Gewinnwarnung des Konkurrenten Michelin in Mitleidenschaft gezogen. Analyst Jose Asumendi von JPMorgan sieht wegen der Aussagen von Michelin nur begrenzte Auswirkungen auf Conti, da die Gründe hauptsächlich schwächere Absätze im US-Lkw- und -Agrarsektor gewesen seien. Er geht dennoch davon aus, dass im zweiten Halbjahr die Preis/Mix-Trends und die Erwartungen über die Ergebnisverbesserung bei Conti von Quartal zu Quartal genau geprüft werden dürften.

Für die Aktie von BASF (BASF Aktie) ging es um 1,7 Prozent abwärts. Die Privatbank Berenberg stufte das Papier des Chemieunternehmens auf "Sell" ab. Es befinde sich in der unglücklichen Lage, dass das gute Portfoliomanagement aufgrund ungünstiger konjunktureller Rahmenbedingungen kaum Wirkung zeige, um den Aktienkurs anzukurbeln, begründete Analyst Sebastian Bray seine Verkaufsempfehlung.

Fresenius (Fresenius Aktie) legten indes gegen den Trend um 1,5 Prozent zu. Zur Aktie des Krankenhausbetreibers und Medizintechnikunternehmens äußerten sich Morgan Stanley und JPMorgan positiv. Die Analysten von Morgan Stanley hoben ihr Kursziel an und sehen noch fast 15 Prozent Aufwärtspotenzial für die Aktie. JPMorgan verwies auf möglichen Rückenwind für die Krankenhaussparte Helios wegen neuer Zuschläge für Krankenhäuser und inflationsbedingt steigende Fallpauschalen.

Dass Medios am 15. Oktober nach dem Handelsschluss Ceconomy im SDax ersetzt, half dem Papier des Spezialpharmaunternehmens nicht. Es gab zuletzt um 1,5 Prozent nach./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend