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Aktien Frankfurt: Gewinne nach US-Zolldeal mit Japan - Autowerte ziehen an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Zoll-Abkommen zwischen den USA und Japan hat am Mittwoch dem deutschen Aktienmarkt Gewinne beschert. "Japan hat in den Verhandlungen mit den USA gerade noch einmal die Kurve bekommen", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC. Der Deal mit Trump sei die Bestätigung dafür, dass sich Gespräche doch lohnen können und nicht vergebens sind.

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Die Anleger in Frankfurt hoffen Stanzl zufolge nun darauf, dass Japans Deal eine Art Blaupause für ein Abkommen mit der Europäischen Union sein kann. Damit legte der deutsche Leitindex Dax bis zum Mittag um 0,93 Prozent auf 24.266 Punkte zu. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer um bis zu 1,1 Prozent gestiegen.

Die erste Euphoriewelle über das Handelsabkommen zwischen den USA und Japan sei mittlerweile verflogen, schrieb Marktexperte Andreas Lipkow. Insgesamt wollten die Marktteilnehmer nun endlich Fakten sehen, denn: "Die jüngste Vergangenheit hat zu oft aufgezeigt, dass der Teufel im Detail steckt." So hätten die Japaner ganz dezidiert auf den Automobilsektor gedrungen. Ob das auch bei dem Handelsabkommen zwischen den USA und Europa funktionieren werde, stehe auf einem anderen Blatt.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um ein Prozent auf 31.437 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 1,4 Prozent an.

Im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und Japan werden jetzt japanische Autos und Autoteile unter dem Strich nur mit einem Importzoll von 15 Prozent und nicht wie befürchtet mit einem höheren Branchenzoll belegt. Damit setzten Anleger auch hierzulande auf eine ähnlich versöhnliche Einigung in den Verhandlungen der Europäischen Union mit den USA. Im Dax gewannen BMW , Porsche SE , Mercedes-Benz , Volkswagen und Porsche AG zwischen 5,3 und 7,4 Prozent.

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Papiere von Lkw-Herstellern zogen im Kielwasser der Autowerte ebenfalls an. So kletterten Daimler (Daimler Aktie) Truck um 6,1 und Traton um 6,7 Prozent.

Am Dax-Ende fielen SAP (SAP Aktie) um 3,3 Prozent. Europas größter Softwarehersteller hatte seine Jahresziele nach einem guten Quartal lediglich bestätigt und nimmt damit der Anlegerfantasie etwas Wind aus den Segeln.

Die Anteilsscheine von Infineon (Infineon Aktie) blieben unter Druck und verloren 1,5 Prozent. Nachdem tags zuvor die skeptischere Prognose von NXP Semiconductors die Branche belastet hatte, waren es nun die Signale von Texas Instruments und ASM International , die für Mollstimmung sorgten.

An der Spitze des Nebenwerteindex SDax schnellten die Aktien von MBB um fast sechs Prozent in die Höhe. Die Beteiligungsgesellschaft wird nach deutlichen Zuwächsen im ersten Halbjahr etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Die Erlöse stiegen nach vorläufigen Berechnungen vor allem dank guter Geschäfte mit Infrastrukturbeteiligungen wie Friedrich Vorwerk spürbar.

Dementsprechend überraschte auch Friedrich Vorwerk selber die Anleger zur Wochenmitte positiv. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen hatte nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr die Ziele für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Damit stiegen dessen Aktien um zwei Prozent./la/mis

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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