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Aktien Frankfurt: Dax legt deutlich zu - Hoffnung auf Kriegsende beflügelt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist dank Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges mit kräftigen Gewinnen in den April gestartet und hat seine jüngste Erholung damit fortgesetzt. Der Dax schnellte zunächst um bis zu 2,9 Prozent hoch, bröckelte in der Folgezeit aber etwas ab und notierte zuletzt 2,0 Prozent im Plus bei 23.123 Punkten. Im März hatte der deutsche Leitindex wegen des Nahost-Konflikts rund zehn Prozent eingebüßt.

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Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten gewann am Mittwoch 2,5 Prozent auf 28.863 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 2,0 Prozent nach oben.

Der Optimismus im Iran-Krieg machte sich auch bei den gesunkenen Ölpreisen bemerkbar, die derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger sind. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni fiel am Morgen unter die viel beachtete Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter), notierte zuletzt aber wieder etwas darüber.

Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend bereits an den US-Börsen für Zuversicht gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Trump rechnet derweil mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges in der Nacht auf Donnerstag an.

Nachrichten von konjunktureller Seite zeigten Licht und Schatten. So rechnen führende Forschungsinstitute damit, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland - nicht zuletzt wegen der Folgen des Iran-Kriegs - 2026 nur noch 0,6 Prozent betragen wird. Vor rund einem halben Jahr hatten sie noch mit einem doppelt so starken Wachstum gerechnet. Dagegen verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone im März trotz des Ölpreisschocks zum dritten Mal in Folge.

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Aus Branchensicht waren europaweit Banken sowie Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor am meisten gefragt, gefolgt von Rohstoff- und Industrietiteln. Im Dax standen die Papiere von Siemens Energy und Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) mit gewinnen von jeweils 5,0 Prozent an der Spitze. Die Anteilsscheine der Commerzbank (Commerzbank Aktie) und der Deutschen Bank stiegen um 4,7 beziehungsweise 4,0 Prozent.

Die Aktien von Adidas und Puma trotzten einem enttäuschenden Ausblick des US-Konkurrenten Nike und legten um 1,0 beziehungsweise 4,1 Prozent zu. Bei Nike scheine die Übergangsphase länger zu dauern als ursprünglich erwartet, kommentierte der RBC-Experte Piral Dadhania.

Die Papiere von TKMS profitierten von einem positiven Analystenkommentar und verteuerten sich um 8,5 Prozent. Die Citigroup stufte die Titel von "Neutral" auf "Buy" hoch. Analyst Charles Armitage begründete das positive Anlagevotum für den U-Boot-Bauer mit dem jüngsten Kursrückgang der Aktie, was nun genügend Aufwärtspotenzial berge.

Gegen den starken Markttrend büßten die Titel von Nordex 2,1 Prozent ein. Die US-Investmentbank Bank of America hatte die Aktien des Windturbinen-Herstellers von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Alexander Jones begründete dies mit dem starken Kursanstieg seit Jahresbeginn, der wohl vor allem den mittelfristigen Margenzielen des Unternehmens geschuldet sei.

Bei den zuletzt als Profiteure hoher Öl- und Gaspreise gehandelten Aktien von Verbio und Südzucker kam es zu Gewinnmitnahmen. Beide Aktien zählten binnen eines Monats zu den Top-Performern am deutschen Aktienmarkt und reagierten nun negativ auf den Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg. Die Titel des Biosprit-Herstellers Verbio haben sich seit Kriegsausbruch mehr als verdoppelt, verloren zuletzt aber 6,2 Prozent. Südzucker büßten 2,1 Prozent ein.

Deutsche Euroshop sanken um 3,3 Prozent. Der Einkaufszentrenbetreiber verzeichnete 2025 Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn. Für 2026 erwartet Vorstand Hans-Peter Kneip steigende Mieteinnahmen, aber auch höhere Zinsausgaben. Die Dividende für 2025 soll deutlich sinken./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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