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Aktien Frankfurt: Dax fällt - Ölpreis löst Inflations- und Konjunktursorgen aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wieder deutlich anziehende Ölpreise haben den Dax am Freitag erneut unter Druck gebracht. So stieg der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zeitweise über 111 US-Dollar je Fass. Die Ölpreise sind derzeit die wichtigste Orientierungsmarke für die Inflations- und Konjunktursorgen der Anleger. Wie berechtigt sie sind.

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Der deutsche Leitindex büßte am Nachmittag 1,4 Prozent auf 22.290 Punkte ein, nachdem er zeitweise in Richtung 22.200 Punkte gesackt war. Damit blieb der Dax aber immer noch in der Handelsspanne vom Montag, als er im Tagesverlauf infolge widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte, zwischen knapp über 21.860 und bis in Richtung 23.200 Punkte, geschwankt war.

Der MDax sackte am Freitag um 1,9 Prozent auf 27.745 Zähler ab und auch europaweit und in den USA wurden Verluste verbucht.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte auf 3,12 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Auch in den anderen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu.

Die Verlängerung des US-Ultimatums im Iran-Krieg zur Freigabe der Straße von Hormus um weitere zehn Tage mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Es fühle sich eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Die Weigerung des Ölpreises, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiere nach wie vor die "Eskalationsgefahr hinter den Schlagzeilen".

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US-Präsident Donald Trump verlängerte sein Ultimatum bis zum 6. April, 20 Uhr US-Ostküstenzeit (7. April 2 Uhr deutscher Zeit). Bis dahin sollen keine iranischen Kraftwerke angegriffen werden, wie er unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Die Nachrichtenlage bleibt dennoch widersprüchlich, denn der Iran hat mehrfach solche von Trump erwähnte Gespräche dementiert, während Pakistan seine Vermittlerrolle bestätigte.

Die Straße von Hormus, einer der weltweit wichtigsten Transportwege für Energielieferungen bleibt damit kaum passierbar. Die paramilitärische Basidsch-Miliz im Iran etwa hat an diesem Freitag drei Containerschiffen die Fahrt durch die Meeresenge verwehrt. Obendrein kündigte Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an.

Unternehmensseitig zog vor allem der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim die Blicke auf sich. Er hatte am Vorabend zwar ein starkes Geschäftsjahr gemeldet, doch der Ausblick enttäuschte. Am Markt wird nun erwartet, dass die Analystenschätzungen für das bereinigte operative Ergebnis in diesem Jahr sinken werden. Die Aktie brach am MDax-Ende um etwas mehr als 19 Prozent ein und fiel damit auf den tiefsten Stand seit November 2022.

Jungheinrich gaben an vorletzter Stelle im MDax um 7,4 Prozent nach. Auch der Gabelstapler-Hersteller enttäuschte mit seinen Jahreszielen.

Im Dax stach die Aktie von BASF (BASF Aktie) unterdessen mit plus 2,1 Prozent positiv heraus und im MDax ging es für Evonik um 4,7 Prozent nach oben. Analyst Thomas Wrigglesworth von Morgan Stanley bekräftigte sein positives Anlageurteil für BASF und hob das Kursziel von 52 auf 58 Euro an. Die Bewertung von Evonik hob er derweil auf "Overweight" mit einem neuen Kursziel von 18 Euro. Die Probleme in der Rohstoffversorgung im Zuge des Nahost-Kriegs dürften die asiatischen Chemiekonzerne kostenseitig härter treffen als die europäische Konkurrenz, schrieb er./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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