Ähnliches Bild auch bei Ethereum. Die mittlerweile wieder zweitwertvollste Kryptowährung fiel im gleichen Zeitraum um etwa 3,7 Prozent. Im Altcoin-Sektor hielten sich die Verluste zwischen 2 und 3 Prozent.
Die erneuten Angriffe zeigten unmittelbar auch Auswirkungen auf den Krypto-Derivatemarkt. Seit Sonntagmorgen wurden hier eigentlich Short-Seller in großem Umfang abgestraft. In den letzten vier Stunden drehte sich der Trend zugunsten der Bären, das zeigen Daten von Coinglass.
Infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen zog der Ölpreis an. Die Sorten WTI und BRENT stiegen jeweils um 2,6 Prozent auf etwa 96 US-Dollar pro Barrel. In der Vergangenheit hatte ein steigender Ölpreis oft indirekt Auswirkungen auf Bitcoin aufgrund von steigender Inflation und damit verbundenen Leitzinsanhebungen.
Für Letzteres bekam die US-Notenbank jüngst wieder mehr Argumente, als das Bureau of Labor Statistics (BLS) neue Arbeitsmarktzahlen vorlegte. Demnach stieg die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Mai um 172.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 Prozent. Insgesamt ein Zeichen für einen robusten Arbeitsmarkt – und damit ein eher schlechtes Zeichen für Bitcoin-Anleger.
Denn nach wie vor ist die Inflation in den USA hoch. Im April lag die Teuerungsrate bei 3,8 Prozent. Am Mittwoch veröffentlicht das BLS die Zahlen für Mai. Prognosen gehen von einem Sprung auf 4,2 Prozent aus.
Sollte sich die Entwicklung eines robusten Arbeitsmarktes bei gleichzeitig steigender Inflation fortsetzen, dürfte dies mittelfristig zu Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank führen – und Bitcoin die so dringend benötigte Liquidität rauben.
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