Die Logos verschiedener Social Media-Anbieter auf einem Smartphone.
Quelle: - © bigtunaonline / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 135

ROUNDUP: WhatsApp kritisiert Komplett-Blockade in Russland

MENLO PARK/MOSKAU (dpa-AFX) - Der Chatdienst WhatsApp wirft der russischen Regierung den Versuch einer Komplett-Blockade vor. Über 100 Millionen Nutzer von sicherer und privater Kommunikation auszuschließen, werde zu weniger Sicherheit für die Menschen in Russland führen, kritisierte eine Sprecherin der zum Facebook-Konzern Meta gehörenden App. Man werde alles Mögliche unternehmen, damit die Nutzer weiterhin verbunden blieben.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Meta Platforms Inc 566,40 € Meta Platforms Inc Chart +0,55%
Zugehörige Wertpapiere:

Die russische Regierung schränkt bereits seit einiger Zeit nach und nach die Funktionen internationaler Messenger-Apps ein. Bei WhatsApp etwa waren Anrufe bereits nur noch über VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) möglich. Eingeschränkt wurden auch Telegram und der Apple-Dienst iMessage.

WhatsApp hat eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was bedeutet, dass nur die beteiligten Nutzer Beiträge im Klartext sehen können - aber nicht WhatsApp als Betreiber. Mit VPN ist der Dienst in Russland weiter nutzbar.

Kreml verteidigt die Sperrung

Kremlsprecher Dmitri Peskow verteidigte die Blockade. Die Sperrung von WhatsApp gebe es "aufgrund der Weigerung des Unternehmens Meta, sich an die Vorschriften und den Wortlaut des russischen Gesetzes" zu halten. In einem Interview mit der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass erklärte er, dass die Wiederaufnahme des uneingeschränkten Betriebs unter Einhaltung der Gesetze und bei Bereitschaft zum Dialog möglich sei.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB19MW5 , DE000NB47MJ3 , DE000NB477N6 , DE000NG9LST6 , DE000NB5DHR3 , DE000NB5ETM7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Moskaus Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor hat Meta immer wieder mit weiteren Schritten wegen Gesetzesverstößen gedroht. Die auch für Internetzensur zuständige Behörde beklagt, dass WhatsApp zur "Organisation terroristischer Aktivitäten im Land genutzt" und auch für "Betrug und zur Erpressung von Geld von Bürgern eingesetzt" werde.

Verschärfte Internetzensur - Kritik von Unternehmen und Politikern

Die russischen Behörden hatten seit Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine die Kontrolle und Zensur im Internet noch einmal drastisch verschärft. Der Konzern Meta, zu dem WhatsApp gehört, wurde als extremistisch verboten. Blockiert sind auch seine Plattformen Instagram und Facebook (Facebook Aktie).

Als Alternative für WhatsApp wurde in Russland der einheimische Messenger Max auf den Markt gebracht. Er ist etwa für Chatgruppen in Bildungseinrichtungen und vielen anderen staatlich geregelten Bereichen vorgeschrieben. WhatsApp sprach in der Stellungnahme von einer "staatlichen Überwachungs-App", in die die russische Regierung die Nutzer drängen wolle.

Russische Unternehmen beklagen Schäden für die Internet-Infrastruktur durch die Zensur; besonders die jüngste Verlangsamung von Telegram sorgt unter Geschäftsleuten für Unruhe. Auch prominente Politiker hatte die Angriffe von Roskomnadsor gegen Telegram scharf kritisiert./so/DP/mis

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend