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Xiaomi-Aktie: Das sieht jetzt gar nicht mal so schlecht aus!

Inmitten eines zunehmend schwachen Gesamtmarktes gelingt der Aktie von Xiaomi eine Bodenbildung. Wie stehen jetzt die Chancen für eine Trendwende?
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Kann Xiaomi die Kurskrise überwinden?

In den vergangenen Jahren feierte die Aktie von Xiaomi nach einer ersten Hype-Phase während der Corona-Pandemie ein bemerkenswertes Comeback.

Starke Produktinnovationen, eine hohe Verarbeitungsqualität und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis haben zum Ruf als "Chinas Apple" beigetragen und für wachsende Produktverkäufe gesorgt. Abgerundet wurde die Begeisterung durch den Einstieg in den weltweit wachsenden Markt für E-Fahrzeuge.

Für diese Gesamtleistung wurde die Aktie mit einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung und einem Allzeithoch im März vergangenen Jahres belohnt. Dann allerdings kam der Handelskrieg, der zu einem Crash der Aktie führte.

Die erholte sich zwar zwischenzeitlich, musste aber wieder Federn lassen, nachdem es auch zu neuen operativen Herausforderungen gekommen ist. Gegenüber ihren Rekordnotierungen hat sich die Xiaomi-Aktie daher inzwischen mehr als halbiert.

Quartalszahlen mit Licht und Schatten

Am Dienstag hat sich der chinesische Allrounder mit seinen Quartalszahlen zu Wort gemeldet. Die bestätigten vor allem den Trend anhaltend schwacher Smartphone-Verkäufe, wodurch der Umsatz "nur "um 7,3 Prozent auf umgerechnet 16,9 Milliarden US-Dollar gestiegen ist und damit so schwach wie zuletzt 2023.

Der Gewinn landete mit 914 Millionen US-Dollar ebenfalls unter den Erwartungen. Hier musste gegenüber dem Vorquartal der erste Rückgang seit 2022 verkraftet werden. Ein starkes Gesamtjahresergebnis verhinderte das jedoch nicht. Der Ertrag kletterte 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 43,8 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar – unterstützt durch ein Umsatzplus von rund einem Viertel.

Für die kommenden fünf Jahre hat das Unternehmen eine Investitionsoffensive angekündigt. Insgesamt sollen umgerechnet rund 29 Milliarden US-Dollar in die Forschung und Entwicklung investiert werden, darunter auch in Künstliche Intelligenz.  

Aktie behauptet sich dank relativer Stärke ...

Trotz des anhaltend schwachen Gesamtmarktumfelds gerade in Südostasien konnte die Xiaomi-Aktie von der Zahlenvorlage profitieren und am Handelsplatz in Hongkong knapp 2 Prozent zulegen. Auch am Freitag gelangen ihr Kursgewinne. Mit einem Plus von 1,7 Prozent war sie am oberen Ende des Hang-Seng-Index zu finden.

Mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung haben die Anteile ähnlich wie auch diejenigen von Mitbewerber BYD relative Stärke bewiesen. Vom Iran-Krieg zeigen sich Anlegerinnen und Anleger von Xiaomi bislang kaum beeindruckt.

Trotz des insgesamt schwachen Chartbildes ist der Aktie im Bereich von 32 Hongkong-Dollar (HKD; 3,55 Euro) sogar eine Bodenbildung unterstützt von bullishen Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI) sowie im Trendstärkeindikator MACD gelungen. Die könnte jetzt in eine Gegenbewegung zur Oberseite münden, wenngleich der MACD unter der Nulllinie liegend noch immer einen Abwärtstrend anzeigt.

... nach Bodenbildung liegt sogar eine Rebound-Chance vor!

Auf Bewährungsproben dürften die Aktie an der 50-Tage-Linie bei knapp 35 HKD (3,88 Euro) sowie im Bereich von 36 HKD (3,99 Euro) treffen. Können dieses Niveaus überwunden werden, läge ein prozyklisches Kaufsignal mit einer Erholungschance bis zur bei knapp 46 HKD (5,10 Euro) verlaufenden 200-Tage-Linie vor.

Um dieses Szenario nicht zu gefährden, darf die Xiaomi-Aktie aber nicht unter den kurzfristigen Boden fallen. Ist das doch der Fall, drohen mittelfristig sogar Abgaben bis 20 HKD (2,22 Euro), da zwischen 32 und 20 HKD kaum Supports liegen.

Fazit: Ein Einstieg, den man wagen könnte

Aus einer Bewertungsperspektive ist Xiaomi mit einem KGVe 2026 von 25,4 kein Schnäppchen. Im Direktvergleich mit Apple, das mit dem 29,7-Fachen der in diesem Jahr erwarteten Gewinne bewertet ist, können sich die Chinesen allerdings behaupten.

Was in diesem Jahr für Gegenwind sorgen dürfte, ist die Speicherkrise, die mit sinkenden Margen und einer geringeren Nachfrage nach Smartphones einhergehen dürfte. Die anhaltend hohen Benzin- und Dieselpreise könnten dafür jedoch zu einer höheren Nachfrage nach den E-Fahrzeugen des Unternehmens führen.

Entpuppt sich die Bodenbildung bei 32 HKD als nachhaltig, dürfte daher unter dem Strich eine Einstiegschance für antizyklisch agierende Anlegerinnen und Anleger vorliegen, während prozyklisch agierende Investoren ein klares Kaufsignal abwarten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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