In den vergangenen Jahren feierte die Aktie von Xiaomi nach einer ersten Hype-Phase während der Corona-Pandemie ein bemerkenswertes Comeback.
Starke Produktinnovationen, eine hohe Verarbeitungsqualität und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis haben zum Ruf als "Chinas Apple" beigetragen und für wachsende Produktverkäufe gesorgt. Abgerundet wurde die Begeisterung durch den Einstieg in den weltweit wachsenden Markt für E-Fahrzeuge.
Für diese Gesamtleistung wurde die Aktie mit einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung und einem Allzeithoch im März vergangenen Jahres belohnt. Dann allerdings kam der Handelskrieg, der zu einem Crash der Aktie führte.
Die erholte sich zwar zwischenzeitlich, musste aber wieder Federn lassen, nachdem es auch zu neuen operativen Herausforderungen gekommen ist. Gegenüber ihren Rekordnotierungen hat sich die Xiaomi-Aktie daher inzwischen mehr als halbiert.
Der Gewinn landete mit 914 Millionen US-Dollar ebenfalls unter den Erwartungen. Hier musste gegenüber dem Vorquartal der erste Rückgang seit 2022 verkraftet werden. Ein starkes Gesamtjahresergebnis verhinderte das jedoch nicht. Der Ertrag kletterte 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 43,8 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar – unterstützt durch ein Umsatzplus von rund einem Viertel.
Für die kommenden fünf Jahre hat das Unternehmen eine Investitionsoffensive angekündigt. Insgesamt sollen umgerechnet rund 29 Milliarden US-Dollar in die Forschung und Entwicklung investiert werden, darunter auch in Künstliche Intelligenz.
Aktie behauptet sich dank relativer Stärke ...
Trotz des anhaltend schwachen Gesamtmarktumfelds gerade in Südostasien konnte die Xiaomi-Aktie von der Zahlenvorlage profitieren und am Handelsplatz in Hongkong knapp 2 Prozent zulegen. Auch am Freitag gelangen ihr Kursgewinne. Mit einem Plus von 1,7 Prozent war sie am oberen Ende des Hang-Seng-Index zu finden.
Mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung haben die Anteile ähnlich wie auch diejenigen von Mitbewerber BYD relative Stärke bewiesen. Vom Iran-Krieg zeigen sich Anlegerinnen und Anleger von Xiaomi bislang kaum beeindruckt.
Trotz des insgesamt schwachen Chartbildes ist der Aktie im Bereich von 32 Hongkong-Dollar (HKD; 3,55 Euro) sogar eine Bodenbildung unterstützt von bullishen Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI) sowie im Trendstärkeindikator MACD gelungen. Die könnte jetzt in eine Gegenbewegung zur Oberseite münden, wenngleich der MACD unter der Nulllinie liegend noch immer einen Abwärtstrend anzeigt.
... nach Bodenbildung liegt sogar eine Rebound-Chance vor!
Auf Bewährungsproben dürften die Aktie an der 50-Tage-Linie bei knapp 35 HKD (3,88 Euro) sowie im Bereich von 36 HKD (3,99 Euro) treffen. Können dieses Niveaus überwunden werden, läge ein prozyklisches Kaufsignal mit einer Erholungschance bis zur bei knapp 46 HKD (5,10 Euro) verlaufenden 200-Tage-Linie vor.
Um dieses Szenario nicht zu gefährden, darf die Xiaomi-Aktie aber nicht unter den kurzfristigen Boden fallen. Ist das doch der Fall, drohen mittelfristig sogar Abgaben bis 20 HKD (2,22 Euro), da zwischen 32 und 20 HKD kaum Supports liegen.
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