Felbermayr warnt vor staatlichen Eingriffen bei Spritpreisen

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 696
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Der österreichische Ökonom und sogenannte Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr hat sich gegen staatliche Eingriffe bei den Spritpreisen und eine Übergewinnsteuer ausgesprochen. Im ARD-"Interview der Woche" verwies Felbermayr etwa auf einige Länder in Osteuropa, wo es solche Eingriffe gegeben habe: "Das Resultat waren dann Schlangen vor den Zapfsäulen, Tankstellen, die mittags ausverkauft waren, Tanktourismus aus dem Ausland."

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Stattdessen schlug Felbermayr vor, die Betroffenen der hohen Spritpreise gezielt zu unterstützen. "Die Pendlerpauschale, das wäre schon ein Element, an das man gehen kann, denn das betrifft die, die das Auto wirklich brauchen, um zum Arbeitsplatz zu kommen (...)." Er verwies auch auf Österreich, wo der Staat die durch die gestiegenen Preise höheren Einnahmen aus der Mehrwertsteuer nutze, um die Energiesteuer zu senken. Insgesamt seien das aber nur kleine Schritte, weil die Preise nicht in Deutschland, sondern auf dem Weltmarkt gemacht würden "und da kann man politisch nicht rasend viel dagegen tun".

Koalitionsstreit um Entlastung

In der Bundesregierung herrscht derzeit Uneinigkeit, wie mögliche Entlastungen aussehen könnten. Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil spricht sich für eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer aus und will das mit einer Übergewinnsteuer bei den Energiekonzernen finanzieren. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist hingegen gegen eine Übergewinnsteuer und will mit den Mehreinnahmen der Mehrwertsteuer etwa die Pendlerpauschale erhöhen. Für die Güter- und Logistikbranche solle die Dieselsteuer gesenkt werden.

Felbermayr ist Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Wien und Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Vor zwei Wochen ist er in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den sogenannten Rat der Wirtschaftweisen berufen worden./gut/DP/men

Werte aus dem Artikel:
BP Aktie 5,438 € +0,18%
Brent Crude Ölpreis 73,4302 $ 0,00%
Eni Aktie 20,535 € -0,10%
Repsol Aktie 22,10 € +0,27%
Shell Aktie 34,025 € -0,01%
TotalEnergies Aktie 68,20 € +0,24%

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
Fallender Kurs
Put
5
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG8T6M7 , DE000NG8T647 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend