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Überkauft, überverkauft: Diese Aktien stehen vor der nächsten Bewegung

Die Indizes steigen, doch unter der Oberfläche brodelt es. Merck und S&P Global gelten als überkauft, Lennar rutscht ab. Welche Aktien vor einer Korrektur stehen und wo eine Erholung lauert.
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An der Wall Street rücken unter anderem Merck und S&P Global in den Fokus. Beide Aktien legten zuletzt kräftig zu und könnten nun vor einer Korrektur stehen.

Die wichtigsten Aktienindizes beendeten die verkürzte Weihnachtswoche geschlossen im Plus. Der S&P 500 führte die Gewinne mit einem Anstieg von 1,4 Prozent an. Der Nasdaq Composite sowie der Dow Jones Industrial Average legten jeweils um 1,2 Prozent zu.

Hinter der positiven Marktbreite mehren sich jedoch Warnsignale bei einzelnen Titeln. CNBC-Experten identifizierten besonders stark überkaufte und überverkaufte Aktien an der Wall Street. Grundlage war der 14-tägige Relative-Stärke-Index.

Ein RSI-Wert über 70 gilt als Hinweis auf eine überkaufte Aktie, die kurzfristig unter Druck geraten könnte. Ein Wert unter 30 signalisiert hingegen eine überverkaufte Situation und deutet auf eine mögliche Erholung hin.

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Merck fiel mit einem RSI von 73 besonders auf. Die Aktie des Pharmakonzerns stieg im Wochenverlauf um fünf Prozent. In der vergangenen Woche hatte BMO Capital Markets den Titel auf "Outperform" hochgestuft.

Evan Seigerman verwies dabei auf einen Stimmungsumschwung. "Nach einer Kehrtwende in der Wahrnehmung von Merck, ausgelöst durch stabilisierende Gardasil-Schätzungen, jüngste Vereinbarungen der US-Regierung und positive Studien wie CADENCE, sehen wir kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial", schrieb der Analyst.

Zwar seien noch nicht alle Fragen zur Ablösung der Keytruda-Umsätze geklärt. Dennoch gebe es einen glaubwürdigen Weg, die meisten Herausforderungen zu adressieren, selbst wenn der Gewinn je Aktie durch den Verlust der Exklusivität leicht unter Druck gerate.

Auch S&P Global tauchte auf der Liste der überkauften Werte auf. Die Aktie legte in dieser Woche um drei Prozent zu und wies einen RSI von 72 auf. Morgan Stanley hatte das Unternehmen in seinem Ausblick für das Jahr 2026 als eine der Top-Empfehlungen genannt.

Analystin Toni Kaplan erklärte, S&P Global habe nach dem Investorentag im November bereits Risiken abgebaut. Damals habe das Unternehmen Wachstums- und Margenziele präsentiert, die im Rahmen der bisherigen Erwartungen gelegen hätten.

Auf der anderen Seite rückten mehrere Aktien in den überverkauften Bereich. Diese Titel könnten laut den Daten von CNBC vor einer technischen Gegenbewegung stehen. Voraussetzung war ein RSI unter 30 und ein Wochenverlust von mindestens einem Prozent.

Lennar zählte mit einem RSI von 28 zu den auffälligsten Namen. Die Aktie des Hausbauers verlor in dieser Woche rund drei Prozent. In der Vorwoche hatten mehrere große Wall-Street-Häuser den Titel herabgestuft, darunter Bank of America (Bank of America Aktie), Evercore ISI und RBC Capital Markets.

Der Analyst der Bank of America, Rafe Jadrosich, begründete die Abstufung mit enttäuschenden Zahlen. Lennar (Lennar Aktie) habe Ergebnisse für das vierte Quartal sowie einen Ausblick für das erste Quartal vorgelegt, die deutlich unter den Erwartungen gelegen hätten.

"Wir senken unsere Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Geschäftsjahren 2026 und 2027 um 24 Prozent beziehungsweise 14 Prozent, um den schwächeren Margen- und Umsatztrend widerzuspiegeln", schrieb er.

Zudem habe die Lennar-Aktie zuletzt fünf Prozent verloren, während der S&P 500 lediglich ein Minus von einem Prozent verzeichnet habe. Trotz niedrigerer Rendite auf das eingesetzte Kapital und zunehmender Margen- und Eigenkapitalrendite-Gegenwinde werde der Titel weiterhin mit einem Bewertungsaufschlag gegenüber der Konkurrenz gehandelt. Das lasse weiteres Abwärtspotenzial erwarten.

Neben Lennar tauchten auch Lamb Weston, DataDog und Marathon Petroleum (Marathon Petroleum Aktie) auf der Liste der überverkauften Aktien auf.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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