Julia Klöckner (CDU), während der Regierungsbefragung des Bundestages (13. Januar 2021)
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Worthington Steel hält an Führung von Klöckner fest

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der US-Stahlkonzern Worthington Steel will auch nach der angestrebten Übernahme des deutschen Stahlhändlers Klöckner & Co auf Kontinuität setzen: Das bestehende Management soll erhalten bleiben und eine zentrale Rolle bei der Integration spielen, erklärte Worthington-Vorstandschef Geoff Gilmore im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Klöckner-Chef Guido Kerkhoff solle weiterhin eng mit Worthington zusammenarbeiten und operative Abläufe begleiten.

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Klöckner hatte in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, man habe sich mit Worthington auf eine Übernahme geeinigt. Die Amerikaner bieten im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots elf Euro je Klöckner-Aktie. Der Wert der Transaktion beläuft sich insgesamt auf 2,1 Milliarden Euro.

Worthington strebe eine vollständige Integration der beiden Unternehmen an, sagte Gilmore. In Europa solle die Führung weitgehend autonom bleiben. Das europäische Portfolio sei solide aufgestellt, die Strategie überzeugend. "Wir werden dem Führungsteam vertrauen und ihm Raum geben, seine Strategie umzusetzen." Es sollen keine Standorte geschlossen werden, auch eine Verlagerung von Produktionsstandorten in die USA sei derzeit nicht geplant.

Die strategische Ausrichtung zielt seinen Aussagen zufolge auf Wachstum und höhere Wertschöpfung. Dabei sei Elektrostahl, der etwa für Transformatoren in Rechenzentren benötigt wird, ein Schwerpunkt. Klöckner habe in den vergangenen Jahren sein Geschäft stärker auf margenstarke Produkte ausgerichtet und passe damit zur Strategie von Worthington. Die Integration werde mehrere Jahre dauern, sagte Gilmore. Er rechne mit rund drei Jahren, um Synergien umzusetzen und die Organisation Schritt für Schritt anzupassen. Entscheidend sei, dass das Tempo von Mitarbeitern und Führung mitgetragen werde.

Mit Blick auf die Branche erwartet der Konzernchef weitere große Konsolidierungen, vor allem in Nordamerika. Die Märkte seien fragmentiert, größere Plattformen würden in den kommenden Jahren zunehmend eine dominierende Rolle spielen. "In Nordamerika wird sich der Markt weiter konsolidieren. In Europa muss sich das noch zeigen", sagte Gilmore./nas/edh

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