Haltung im Nahost-Konflikt
Außenpolitisch habe sowohl die Ampel-Koalition als auch die neue schwarz-rote Bundesregierung international moralischen "Kredit verspielt" und dadurch auch an Einfluss eingebüßt, sagte HRW-Deutschlanddirektor Philipp Frisch. Hauptgrund dafür sei die "fast bedingungslose Unterstützung der Bundesregierung gegenüber der Regierung in Israel" angesichts der systematischen Angriffe auf die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen.
"Gender-Apartheid" in Afghanistan
Der Jahresbericht dokumentiert zusätzliche Einschränkungen für Frauen in Afghanistan, die von den islamistischen Taliban durchgesetzt werden. Dazu zählen etwa ein Verbot der Nutzung von Lehrbüchern, die von Frauen verfasst wurden, an Universitäten sowie Festnahmen wegen Verstößen gegen die strengen Kleidervorschriften. HRW spricht hier inzwischen von "Gender-Apartheid".
Hohe Zahl von Hinrichtungen im Iran
Besonders dramatisch ist die Lage laut Human Rights Watch derzeit im Iran. Neben der brutalen Niederschlagung der jüngsten Protestwelle berichtet die Organisation von Massenverhaftungen und einer sehr hohen Zahl von Hinrichtungen. Die Todesstrafe werde teils wegen Drogenkriminalität verhängt, teils nach politisch motivierten unfairen Prozessen. Besonders stark betroffen seien Angehörige von Minderheiten./abc/DP/zb
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