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Warnung vor Ende von Europas Chemieindustrie

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Der Chef des britischen Chemiekonzerns Ineos, Jim Ratcliffe, warnt vor drastischen Folgen, die hohe Kosten für Europas Chemiebranche bedeuten könnten. Die Industrie sei derzeit dabei herunterzufahren. Das sagte der Manager laut der Deutschen Presse-Agentur in einer vorab verbreiteten Mitteilung beim Treffen europäischer Industrievertreter mit Politikern im belgischen Antwerpen.

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Binnen zwei Jahren hätten in Europa 101 Industriestandorte dichtgemacht, 25 Millionen Tonnen Chemie-Kapazität hätten Europa verlassen und mehr als 75.000 Menschen ihre Jobs verloren. Der Europäische Klimaschutz habe Emissionen nicht gesenkt, sondern exportiert. Die Produktion wurde in die USA und nach China verlagert, wo die Kohlenstoffintensität viel höher sei. Der Manager monierte, dass Energiepreise in Europa viermal höher seien als in den USA. Steigende CO₂-Kosten und schwacher Handelsschutz verschreckten Investitionen. Europas Chemieindustrie könne diese Bedingungen nicht überleben.

Moderation: wirtschaft tv Chefanchor Sascha Oliver Martin

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