- Eichbaum-Brauerei befindet sich in der Insolvenz.
- Rund 100 Stellen sollen abgebaut werden.
- Das Unternehmen plant eine Umstrukturierung zur Getränkeherstellung.
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Zugleich bestätigte Aichele einen Bericht des "Mannheimer Morgen", wonach ein größerer Personalabbau bevorsteht. Es seien knapp 100 Personen betroffen. Die Zahl der Beschäftigten soll in den kommenden Monaten auf unter 200 sinken. Faktisch soll damit rund jede dritte Stelle in der Brauerei wegfallen: Aktuell arbeiten bei dem Unternehmen noch knapp 290 Menschen.
"Auch für uns ist das ein sehr schmerzhafter Schritt. Aber nur so erhalten wir uns eine Chance, den Rest der Brauerei zu retten", sagte Aichele, einer der beiden aktuellen Eichbaum-Geschäftsführer dem "Mannheimer Morgen". "Für alle verbleibenden Interessenten ist aber auch die Bedingung, dass die Personalstruktur an das aktuelle Produktionsvolumen angepasst wird", sagte Co-Geschäftsführer Frank Reifel dem Blatt.
"Es bedarf einer echten Rettung des Brauereistandorts in Mannheim", sagte der Landesbezirksvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hakan Ulucay. Eichbaum gehöre zu Mannheim, ohne Wenn und Aber. Es geht jetzt darum, dass es für die verbleibenden Beschäftigten weiter gehe und sie wieder auf sichere Arbeitsplätze bauen könnten.
Antrag auf Insolvenz Ende Oktober
Die Brauerei hatte Ende Oktober den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem erheblichen Liquiditätsengpass. Das Unternehmen liefert eigenen Angaben zufolge weltweit in mehr als 60 Länder. Es soll von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden.
Eigenverwaltung bedeutet, dass das Unternehmen während des Verfahrens die Verfügungsgewalt behält und damit entscheidungs- und handlungsfähig bleibt. Dem Unternehmen ist ein Sachwalter zur Seite gestellt, der die Geschäftsführung überwacht. Weil der Bierkonsum in Deutschland seit Jahren zurückgeht, laufen die Geschäfte bei vielen Brauereien nicht gut.
Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt. Der Erlös daraus habe wohl die finanzielle Lage bei der Brauerei nicht stabilisieren können, vermutete der Sprecher des Betriebsrats./ols/DP/men
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