
KI lässt Strombedarf explodieren, auch Öl und Gas profitieren
Der rasante Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen sorgt in den USA für eine stark wachsende Energienachfrage. In einigen Stromnetzen der Vereinigten Staaten sind die Abnahmepreise im vergangenen Jahr zweistellig gestiegen – Tendenz weiter steigend.
Günstiger Solar- und Windstrom ist in den USA zwar in Hülle und Fülle vorhanden, doch US-Präsident Donald Trump und die Republikaner setzen lieber weiter auf fossile Brennstoffe. Der Abbau von regulatorischen Vorschriften und Umweltschutzmaßnahmen sorgt dafür, dass Öl- und Gasexplorationsfirmen ein günstiges Wettbewerbsumfeld vorfinden. Das hat Devon Energy, das im Öl- und Gasgeschäft tätig ist, jetzt zu einem starken Quartalsergebnis beschert, von dem auch Anlegerinnen und Anleger profitieren.

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Steigender Kurs
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Call
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5
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20
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Fallender Kurs
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Put
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Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
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Umsatz rückläufig, aber deutlich höher als gedacht
Das überwiegend im Mittleren Westen der USA tätige Unternehmen hat im vergangenen Quartal mit 4,12 Milliarden US-Dollar zwar 6,4 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor erlöst, konnte die Erwartungen damit aber um 510 Millionen US-Dollar übertreffen.
Der Rückgang geht fast vollständig auf den im vergangenen Quartal anhaltenden Preisverfall von Öl und Gas zurück (16,5 Prozent Rückgang der Verkaufserlöse), während sich die übrigen Geschäftszweige weitestgehend stabil präsentierten.
Nettogewinn leidet unter niedrigeren Öl- und Gaspreisen in Q4
Eine geringfügige Enttäuschung gab es beim bereinigten Gewinn pro Aktie, wo die Erwartungen von 0,83 US-Dollar um einen Cent verfehlt wurden. Ein Rückgang des Nettoertrags war jedoch erwartet worden. Dieser fiel gegenüber dem Vorjahresquartal von 639 auf 562 Millionen US-Dollar zurück.
Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Devon Energy (Devon Energy Aktie) bei Erlösen von rund 17,2 Milliarden US-Dollar einen auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallenden Nettogewinn von 2,642 Milliarden US-Dollar bzw. 4,18 US-Dollar pro Aktie.
Zusammenschluss mit Coterra geplant, neuer Riese entsteht
Für das kommende Quartal rechnet das Unternehmen aufgrund des auch in den USA ungewöhnlich harschen Winters mit einer um ein Prozent geringeren Fördermenge. Das dürfte jedoch durch den Ölpreisanstieg der vergangenen Wochen wettgemacht werden.
Im Gesamtjahr wird mit einer 2025 weitestgehend vergleichbaren Fördermenge Öl und Gas gerechnet. Der Fokus wird hier auf der Integration von Mitbewerber Coterra liegen, mit dem Devon Energy nach einem Aktientausch zu einem Börsenriesen mit einem Marktwert von rund 50 Milliarden US-Dollar fusioniert wird.

Aktie im Aufwärtstrend, kurzfristig aber mit Pullback-Gefahr
Zur Wochenmitte legen die Anteile geringfügig zu und werden hierbei von einem Anstieg der Ölpreise um rund 2 Prozent unterstützt. Im Streit zwischen den USA und Iran konnten zwar erste Verhandlungsergebnisse erzielt werden, doch die Lage ist weiterhin angespannt, was seit dem Jahreswechsel zu zweistelligen Kursgewinnen geführt hat.
Klarer Profiteur der erhöhten Ölpreise ist auch die Aktie von Devon Energy, die sich seit dem Zoll-Crash im April in einer Erholungsbewegung befindet, die zuletzt an Fahrt gewinnen hat. Aktuell notiert das Papier bei rund 45 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit August 2024. Solche Mehrjahreshochs gelten in der technischen Analyse als Kaufsignale.
Begleitet wurde der Kursanstieg durch steigende technische Indikatoren, was ein Zeichen für die Nachhaltigkeit des Trends ist. Vor einem Ausbruch über 45 US-Dollar könnte mit Blick auf den zuletzt überkauften RSI aber kurzfristig ein Pullback bis 40 US-Dollar einsetzen. Hier läge eine klare Einstiegschance vor.
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Fazit: Hier kann noch gekauft werden!
Angesichts eines freien Cashflows in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr hat Devon Energy auch Fortschritte beim Schuldenabbau gemacht. Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen jetzt 8,4 Milliarden US-Dollar beziehungsweise das 0,9-Fache des EBITDAX – das ist ein für Öl- und Gasexplorer hervorragender Wert.
Die bilanziellen Fortschritte erlauben es dem Unternehmen außerdem, an seine Anlegerinnen und Anleger zu denken. Die dürfen sich künftig über eine um 31,3 Prozent höhere Quartalsdividende freuen, welche von 0,24 auf 0,315 US-Dollar steigt. Damit bietet Devon Energy aktuell eine Ausschüttungsrendite von 2,8 Prozent.
Das für 2026 geschätzte KGV liegt bei etwa 13 und damit deutlich über dem 5-Jahres-Mittel von 9,3. Gegenüber dem Branchendurchschnitt von knapp 16 hat die Aktie aber noch erheblichen Nachholbedarf. Mit Blick auf das Kurs-Cashflow- sowie das EV/EBTIDA-Verhältnis ist die Aktie klar unterbewertet. Wer auf der Suche nach einem günstigen und gleichzeitig ausschüttungsstarken Öl- und Gasexplorer ist, kann bei Devon Energy zugreifen, insbesondere dann, wenn die Aktie kurzfristig nochmal etwas zurückkommt.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross