dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 209

Von der Leyen will Tempo bei Union der EU-Kapitalmärkte

STRASSBURG (dpa-AFX) - Auch kleinere Ländergruppen könnten aus Sicht von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen notfalls das Zusammenwachsen der EU-Kapitalmärkte vorantreiben. "Mein Plan A ist es, mit allen 27 Mitgliedstaaten voranzugehen. Sollte das jedoch nicht möglich sein, erlaubt der Vertrag eine verstärkte Zusammenarbeit", sagte die Deutsche im Europaparlament in Straßburg mit Blick auf das Vorhaben. "Wir müssen Fortschritte erzielen und die Barrieren niederreißen, die uns daran hindern, ein echter globaler Gigant zu sein."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Seit Jahren wird daran gearbeitet, bürokratische Hürden zwischen den EU-Staaten abzubauen und die Kapitalmärkte zu verbinden, bislang ohne größeren Erfolg. Derzeit hat jeder EU-Mitgliedsstaat seinen eigenen Kapitalmarkt mit eigenen Regeln - etwa für die Rechtsstruktur von Unternehmen, eigenen Steuervorschriften und eigenen Institutionen wie Börsen und Banken. Das führe zu 300 Handelsplätzen in der EU, führte von der Leyen an. Im Gegensatz dazu stünden die USA: "Ein Finanzsystem, ein Finanzzentrum - und eine Handvoll weiterer Finanzzentren."

Kleinanleger sollen mehr in Europa investieren

In Europa werde ein großer, tiefgehender und liquider Kapitalmarkt gebraucht, sagte die Spitzenpolitikerin. Das solle noch in diesem Jahr umgesetzt werden: "Unsere Unternehmen benötigen jetzt Kapital." Derzeit fließen einem Bericht zufolge jährlich rund 300 Milliarden Euro europäischer Ersparnisse in Ausland ab - vor allem in die Vereinigten Staaten. Die EU möchte aber, dass mehr Kleinanleger in Europa investieren, damit mehr Kapital etwa für den grünen und digitalen Wandel, Innovationen sowie für Verteidigung zur Verfügung steht.

Von der Leyen dürfte mit dem Vorstoß ein Projekt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und seinen Amtskollegen aus Frankreich, Italien, Polen, Spanien und den Niederlanden unterstützen. Die Ressortchefs hatten sich Ende Januar zusammengetan, um die sogenannte Spar- und Investitionsunion voranzutreiben - um bessere Finanzierungsbedingungen für europäische Unternehmen zu schaffen. Das Vorhaben soll so beschleunigt werden. Grundsätzlich ist die EU auf gemeinsame Entscheidungen aller Mitgliedsstaaten ausgerichtet./rdz/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend