Fallender Candlestick-Chart (Symbolbild).
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Analyst schießt Ionos ab: Aktie bricht deutlich ein!

Die Aktie des Cloud-Dienstleisters Ionos ist am Dienstag auf ein neues Tief eingebrochen, nachdem die UBS ihre Kaufempfehlung gestrichen hat.
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Schwarzer Dienstag: Analyst schickt Ionos auf Talfahrt

Der nach dem Jahreswechsel vielversprechende Erholungsversuch der Ionos-Aktie dürfte am Dienstag endgültig gescheitert sein. Mit einem Minus von mehr als 9 Prozent verzeichnen die Anteile einen der höchsten Tagesverluste der vergangenen 12 Monate und landen sowohl im Midcap-Index MDAX als auch im TecDAX auf dem letzten Platz.

Grund für den Absturz der Aktie auch unter eine wichtige charttechnische Unterstützung ist ein negativer Analystenkommentar. Die Schweizer Großbank UBS hat nicht nur ihr Kursziel deutlich gesenkt, sondern die Aktie auch von "Kaufen" auf "Neutral" herabgestuft.

Kaufempfehlung gestrichen, Kursziel deutlich gesenkt

Als Grund für seine grundlegend veränderte Einschätzung nennt Lead-Analyst Dhruva Shah, der die Aktie noch im November mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 45 Euro versehen hatte, anhaltende KI-Sorgen. Mit einer Belebung der Geschäfte ist seiner Einschätzung nach erst ab dem zweiten Quartal wieder zu rechnen.

Sein neues Kursziel von 28 Euro stellt einen deutlichen Einschnitt und das aktuell niedrigste von Analystinnen und Analysten genannte Preisziel dar. Im Mittel wird ein fairer Wert von 36,26 Euro genannt, was gegenüber dem Kurs von Dienstagmittag ein Potenzial von fast 40 Prozent suggeriert. Die höchste Schätzung von 45,50 Euro sieht die Aktie sogar vor einem Anstieg um rund 94 Prozent und damit auf neue Allzeithochs.

Erholung abgebrochen, Boden aufgegeben: Weitere Verluste zu befürchten!

Von neuen Allzeithochs ist am Dienstag angesichts fast zweistelliger Kursverluste jedoch wenig zu sehen. Nach einer Bodenbildung im Bereich von 25 bis 26 Euro konnte Ionos im Dezember und Januar eine Gegenbewegung einleiten und sich wieder über die 50-Tage-Linie verbessern, was ein technisches Kaufsignal dargestellt hatte.

Nach den Abgaben in den vergangenen zwei Wochen ist nicht nur dieses Kaufsignal, sondern auch der Boden zunichte gemacht, während der Trendstärkeindikator mit einer Notierung unter der Nulllinie einen neuen Abwärtstrend anzeigt. Daher muss mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden, wenn den Bullen nicht ein scharfer Konter gelingen sollte.

Ebenfalls betroffen von empfindlichen Verlusten sind am Dienstag die Papiere von 1&1 (-4,0 Prozent) und United Internet (-4,2 Prozent). United Internet (United Internet Aktie) verfügt selbst nach dem Börsengang seiner Webhosting-Sparte noch immer knapp 64 Prozent der Anteile.

Fazit: Aktie deutlich unterbewertet, bei Trendwende zugreifen

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung sind Anlegerinnen und Anleger längst über das Ziel hinausgeschossen, und zwar zur Unterseite. Für 2026 ist Ionos mit einem KGVe von 12,8 bewertet bei einem äußerst günstigen Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 0,6. Das stellt gegenüber dem Branchendurchschnitt einen deutlichen Nachlass dar.

Vom Markt unterschätzt werden könnte (ähnlich wie bei SAP) außerdem das Thema "Digitale Souveränität". Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Europa könnte Unternehmen dazu veranlassen, ihren Daten- und Cloud-Dienstleistungen zurück nach Europa zu holen, was ein noch unterschätzter Wachstumstreiber sein könnte.

Sobald im Chart ein Boden erkennbar wird, sollten weitsichtige Anlegerinnen und Anleger hier mit dem Aufbau von Positionen beginnen. Wie zügig sich der Wind für die Aktie wieder drehen könnte, hat die zwischenzeitlich starke Performance in 2025 gezeigt.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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