- Die GDL äußert sich verärgert über Tarifverhandlungen.
- Reiß fordert ein Ergebnis noch in dieser Woche.
- Das Angebot der Bahn wurde von GDL als zu niedrig abgelehnt.
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Reiß forderte, noch in dieser Woche zu einem Ergebnis zu kommen. Ansonsten sei die für die letzte Februarwoche angesetzte Verhandlungsrunde nicht mehr nötig. Zudem stimmte er die Beschäftigten und die Fahrgäste auf mögliche Warnstreiks ein. Zwar gilt noch bis Ende Februar eine Friedenspflicht, in der keine Arbeitskämpfe möglich sind. Ab März könnte die Gewerkschaft aber den Bahnverkehr erneut mit einem Ausstand lahmlegen.
"Die Mannschaft hat eine Wut im Bauch. Die sagen schon, tickert nicht so lang, sagt uns, wann es los geht." Entsprechende Vorbereitungen liefen bereits im Hintergrund. Eine Schlichtung schloss Reiß zunächst aus.
Angebot abgelehnt
"Unser Plan war, mit mehr Verhandlungszeit andere Wege zu finden, um zu einer Lösung zu kommen", betonte der Vorsitzende. "Aber wir sind nach sieben Verhandlungstagen mit der Bahn noch nicht mal so weit wie mit den Wettbewerbern nach zwei Tagen."
Seit Montag sitzen beide Seiten in vierter Verhandlungsrunde in Berlin zusammen. Noch bis einschließlich Freitag sind die Gespräche angesetzt. Am Vortag legte die Bahn ein erstes Angebot in der Tarifrunde vor. Es sieht unter anderem eine Entgelterhöhung von 3,8 Prozent in zwei Schritten vor. Über sogenannte Strukturanpassungen im Tarifsystem sollen die Gehälter um weitere 2,2 Prozent steigen. Gemeint ist damit etwa die Einführung einer weiteren Entgeltstufe.
Reiß hat das Angebot bereits als zu niedrig zurückgewiesen. "Das DB-Angebot mit 6 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit bedeutet für dieses Jahr lediglich 0,4 Prozent Steigerung", sagte er./nif/DP/jha
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