Sam Bankman-Fried beantragt neuen Prozess: Wackelt das 25-Jahres-Urteil?
Sam Bankman-Fried fordert ein neues Verfahren und beruft sich auf bislang nicht gehörte Zeugenaussagen.
Der frühere FTX-CEO Sam Bankman-Fried hat bei einem Bundesgericht in Manhattan einen Antrag auf ein neues Verfahren gestellt. Er beruft sich auf Zeugenaussagen, die seiner Ansicht nach im ursprünglichen Prozess nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Der Antrag ist rechtlich von seiner bereits laufenden Berufung getrennt und stellt eine zusätzliche juristische Strategie dar, um das Urteil anzufechten. Solche Anträge gelten jedoch als schwer durchsetzbar und werden nur selten bewilligt.
Bankman-Fried argumentiert, dass Aussagen ehemaliger FTX-Führungskräfte das Bild der Staatsanwaltschaft über die finanzielle Lage des Unternehmens vor dem Kollaps im November 2022 relativieren könnten. Darüber hinaus fordert er, dass ein anderer Richter den Antrag prüfen soll. Er wirft dem Vorsitzenden Richter des ursprünglichen Prozesses Befangenheit vor.
Bankman-Fried war 2023 in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, darunter Betrug und Verschwörung im Zusammenhang mit der Veruntreuung von Kundengeldern bei FTX und Alameda Research. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von 25 Jahren.
Trotz der Verurteilung beteuert Bankman-Fried weiterhin seine Unschuld und bestreitet, vorsätzlich Kundengelder missbraucht zu haben. Parallel dazu schreitet das Insolvenzverfahren von FTX voran. Die Insolvenzverwalter haben 2025 bereits Milliardenbeträge an Gläubiger ausgeschüttet, weitere Rückzahlungen sind geplant.
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