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dpa-AFX  | 
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ROUNDUP/Bundesregierung: Kein Personalmangel bei Litauen-Brigade

BERLIN/VILNIUS (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat einem Medienbericht widersprochen, wonach die Bundeswehr beim Aufbau der Litauen-Brigade mit Personalmangel zu kämpfen habe. Man sei beim Aufbau der Brigade "im Plan" und gehe davon aus, den Personalbedarf mit Freiwilligen decken zu können, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

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Der "Spiegel" hatte unter Berufung auf ein vertrauliches Papier aus dem Wehrressort gemeldet, dass sich zu wenige Freiwillige für den Dienst an der Nato-Ostflanke gemeldet haben sollen - besonders bei den Mannschaftsdienstgraden.

Litauen grenzt an Russlands Ostsee-Exklave Kaliningrad und Moskaus engen Verbündeten Belarus. Die Bundeswehr baut dort die Panzerbrigade 45 auf. Sie wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt und im April 2025 formal in Dienst gestellt.

Die Brigade soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll einsatzfähig sein. Gegenwärtig sind in Litauen etwa 1.700 bis 1.800 Bundeswehrangehörige vor Ort, bis Jahresende sollen es 2.000 sein. Die zugesagten Kampftruppen-Bataillone werden nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums frühestens Mitte nächsten Jahres verlegt.

Litauens Präsident Gitanas Nauseda verwies in dieser Frage auf ein Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Ich habe das Thema angesprochen, und mir wurde versichert, dass Deutschlands Verpflichtungen unverändert bleiben und dass man sie sehr ernst nimmt", sagte Nauseda in einem von der Präsidialkanzlei in Vilnius veröffentlichten Videokommentar. Er plant demnach auch, die Stationierung der Brigade am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zu besprechen.

Nauseda betonte, es sei wichtig, dass die Erfahrungen der bereits in Litauen eingetroffenen Truppen in Deutschland weitergegeben werden. "Die Menschen müssen wissen, dass Litauen wirklich ein Land ist, in dem es sich lohnt zu dienen, dass es möglich und sicher ist, mit der Familie hierherzukommen", sagte er. "Alle Versprechen, die wir unseren deutschen Partnern gegeben haben, werden eingehalten."/ax/awe/DP/mis

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