Cardano erreicht dabei einen Quantum Vulnerability Score von 5,60 und landet auf dem letzten Platz der Risikoliste. Ausschlaggebend seien vor allem langjährige Forschungsarbeiten von IOHK, die seit 2018 laufen, ein im Februar 2025 bei Intersect eingereichtes Forschungspapier sowie die im Februar 2026 angekündigte Nightstream-Kooperation mit Google und Microsoft.
Am anderen Ende der Rangliste steht Bitcoin. Mit einem Score von 8,33 bewertet qLABS die größte Kryptowährung als am stärksten gefährdete Layer-1-Blockchain im untersuchten Feld. Als Gründe nennt der Bericht unter anderem die große Menge an bereits offengelegten Public Keys, den hohen ökonomischen Wert im Netzwerk und die Schwierigkeiten, innerhalb der Bitcoin-Community einen breit akzeptierten Migrationsplan zu etablieren.
Nach Angaben von qLABS liegen rund 1,6 bis 1,9 Millionen BTC in alten P2PK-Outputs, bei denen Public Keys dauerhaft sichtbar sind. Hinzu kommt der lange Zeitraum seit dem Bitcoin-Start im Jahr 2009. Damit habe Bitcoin die längste historische Angriffsfläche im Vergleich der zehn untersuchten Netzwerke.
Besser schneiden laut qLABS jene Netzwerke ab, die bereits öffentliche Pläne für den Umgang mit Post-Quantum-Kryptografie vorgelegt haben. Dazu zählen neben Cardano auch Ethereum, Solana und der XRP Ledger. Ethereum kommt auf einen Score von 6,80, XRP auf 6,30 und Solana auf 6,00.
Besonders wichtig ist dem Index die sogenannte Migration Unpreparedness, also die Frage, ob ein Netzwerk bereits eine Roadmap veröffentlicht hat, ob Entwickler das Risiko öffentlich anerkennen und ob die Community aktiv über eine Migration diskutiert. In diesem Bereich erreichen Cardano, Ethereum, Solana und XRP Ledger die beste Bewertung.
qLABS verweist auf mehrere Entwicklungen, die den Planungshorizont für Blockchain-Projekte verkürzen könnten. Neue Schätzungen aus den Jahren 2025 und 2026 legen nahe, dass weniger Quantenressourcen nötig sein könnten, um klassische Verschlüsselungsverfahren wie RSA oder elliptische Kurvenkryptografie anzugreifen, als zuvor angenommen.
Für öffentliche Blockchains ist das Risiko besonders groß, weil kryptografische Daten dauerhaft auf der Blockchain gespeichert bleiben. Anders als bei kurzlebigen Internetverbindungen können Adressen, Signaturen und Validator Keys noch Jahre später analysiert werden. Genau daraus entsteht das sogenannte Harvest-now-decrypt-later-Risiko: Angreifer sammeln heute Daten, um sie später mit leistungsfähigeren Quantencomputern auszuwerten.
qLABS betont allerdings, dass der Index nicht die allgemeine Sicherheit einer Blockchain bewertet, sondern nur ihre Verwundbarkeit gegenüber Quantenrisiken. Zudem weist die Stiftung auf einen Interessenkonflikt hin: qLABS entwickelt selbst Post-Quantum-Infrastruktur im Hyperliquid-Ökosystem. Hyperliquid landet im Ranking mit einem Score von 7,90 auf Platz zwei der am stärksten gefährdeten Netzwerke.
Strategy-Gründer Michael Saylor sorgte indes mit Aussagen zu künftigen Bitcoin-Verkäufen für Aufsehen.

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