Es handelt sich hierbei nicht um eine sofort vollständige quantensichere Lösung. Vielmehr sollen die neuen Wallets einen Sicherheits- und Migrationspfad schaffen, falls heutige kryptografische Verfahren eines Tages angreifbar werden. Nutzer könnten ihre Bestände dann in eine stärkere Schutzarchitektur überführen, statt im Ernstfall den Zugriff auf ihre Token zu verlieren.
Langfristig will Zcash dem Bericht zufolge bis 2027 vollständig auf quantenresistente Infrastruktur umstellen. Der Plan sieht also keinen harten Schnitt vor, sondern eine schrittweise Migration.
Das Thema hat seit den letzten Erkenntnissen von Google Research wieder stark an Bedeutung gewonnen. Das Unternehmen erklärte Ende März, dass künftige Quantencomputer die für Kryptowährungen wichtige elliptische Kurven-Kryptografie womöglich mit rund 20-mal weniger physischen Qubits brechen könnten als bislang gedacht. Google verweist zugleich auf einen eigenen Zeitplan bis 2029, quantensicher zu werden. Viele Blockchains setzen noch immer auf kryptografische Verfahren, die heute als sicher gelten, langfristig aber unter dem Druck leistungsfähiger Quantencomputer verwundbar werden könnten.
Die Roadmap trifft auf einen ohnehin aufgeheizten Markt. Der ZEC-Kurs ist in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 160 Prozent gestiegen. Rückenwind kam dabei auch von einem Investment von Multicoin Capital und neuem Interesse an Privacy-Coins im Generellen, aufgrund der starken Weiterentwicklung bei Zero-Knowledge-Proof Technologie.
Die Sorge vor dem sogenannten Q-Day wächst damit auch im Krypto-Sektor. Viele Projekte stecken beim Quantum-Thema noch in der Planung statt in der Umsetzung. Zcash nennt nun zumindest eine vergleichsweise konkrete Frist für seine Wallets mit Wiederherstellungsfunktion. Ob der Zeitplan hält, dürfte damit zum nächsten Härtetest für das Projekt werden.

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