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Magnificent 7 zu billig? Morningstar sieht den besten Einstieg seit Jahren – Goldman Sachs warnt

Tech-Aktien galten lange als teuer. Doch Morningstar sieht bei Künstlicher Intelligenz den größten Bewertungsabschlag seit Jahren. Ist das der nächste Einstiegspunkt?
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 Nvidia, Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta and Tesla logo displayed on a phone screen and an illustrative stock graph displayed on a laptop screen are seen in this multiple exposure illustration photo taken in Krakow, Poland on February 19, 2026. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)
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US-Technologieaktien rücken nach einer starken Gewinnsaison wieder in den Fokus. Laut einer Analyse von Morningstar bietet der Sektor Anlegern derzeit das beste Verhältnis von Preis und Qualität seit Jahren.

In den Jahren 2024 und 2025 hatten viele Investoren vor einer möglichen Blase bei den großen Technologiewerten gewarnt. Vor allem der Boom rund um Künstliche Intelligenz trieb die Bewertungen der Magnificent Seven stark nach oben. Im Oktober 2025 lag das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des Technologiesektors im S&P 500 laut FactSet bei mehr als dem 30-Fachen.

Seitdem hat sich das Bild verändert. Die Konzerne haben starke Gewinne vorgelegt und sind damit in ihre Bewertungen hineingewachsen. Höhere Gewinne drücken das Bewertungsniveau und machen die Aktien wieder attraktiver.

Morningstar sieht deshalb neue Chancen. Nach der hauseigenen Kennzahl für das Verhältnis von Preis und fairem Wert wird das Thema Künstliche Intelligenz derzeit mit dem größten Abschlag seit 2019 gehandelt. Chef-Aktienstratege Michael Field sieht darin einen sehr attraktiven Einstiegspunkt. Aus seiner Sicht ist Künstliche Intelligenz keine Blase kurz vor dem Platzen. Die Fundamentaldaten seien robust.

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Field verweist auf die starke Nachfrage nach Halbleitern, Rechenzentren und Infrastruktur. Diese Treiber blieben intakt. Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz habe weiter Potenzial.

Auch die Investitionen steigen. Nach Angaben der Saxo Bank haben die Magnificent Seven ihre geplanten Ausgaben für 2026 nach den starken Quartalszahlen im April angehoben. Zusammen sollen sie nun rund 725 Milliarden US-Dollar investieren. Zuvor hatte die Erwartung bei etwa 670 Milliarden US-Dollar gelegen.

Einige Experten bleiben dennoch vorsichtig. Dan Kemp von Portfolio Thinking sagte gegenüber CNBC, Anleger müssten stark daran glauben, dass diese Unternehmen weiter außergewöhnlich wachsen und hohe Renditen erzielen können, ohne vom Wettbewerb ausgebremst zu werden.

Auch Sophie Huynh von BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) Asset Management sieht Risiken. Künstliche Intelligenz könne zwar ein langfristiger Trend bleiben. Die Einführung könne aber ungleichmäßig verlaufen. Begrenzte Rechenkapazität und knappere Nutzungseinheiten für KI-Modelle könnten das Wachstum bremsen.

Trotzdem bleibt Technologie das dominierende Thema in vielen Portfolios. Die JPMorgan sieht den Sektor inzwischen als Antwort auf viele Marktfragen. Anleger kaufen Technologie bei Begeisterung für Künstliche Intelligenz, bei Inflationssorgen, bei der Suche nach Wachstum und auch wegen der starken Bilanzen großer Konzerne.

Goldman Sachs mahnt jedoch zur Differenzierung. Das gemeldete Gewinnwachstum im S&P 500 lag im ersten Quartal zwar bei fast 25 Prozent. Bereinigt um investitionsbezogene Gewinne (Beteiligungen wie an SpaceX, OpenAI und Anthropic) bei Amazon (Amazon Aktie) und Alphabet (Alphabet C Aktie) schätzt die Bank das zugrunde liegende Wachstum aber nur auf rund 16 Prozent.

Es zeigt, wie stark wenige große Technologiekonzerne die Gesamtzahlen prägen. Für Anleger wird deshalb wichtiger, auf die Qualität und Nachhaltigkeit der Gewinne zu achten.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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