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Gewinn-Boom im S&P 500: Doch die CEOs werden immer nervöser – Analysten ist das egal

Die Gewinne im S&P 500 fallen deutlich besser aus als erwartet. Doch in den Chefetagen häufen sich Warnsignale. Öl, Nahost und Künstliche Intelligenz bestimmen den Ton.
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Quelle: - © PhotoMIX Ltd. / Pexels
S&P 500 7.375,27 S&P 500 Chart +0,10%
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Die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten läuft besser als erwartet. Viele Unternehmen aus dem S&P 500 schlagen die Gewinnprognosen klar. Trotzdem bleiben die Vorstandsetagen vorsichtig. In den Telefonkonferenzen rücken vor allem Ölpreise, der Nahe Osten und Künstliche Intelligenz in den Fokus.

Nach Daten von FactSet haben bislang 63 Prozent der Unternehmen ihre Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Davon übertrafen 84 Prozent die Erwartungen beim Gewinn je Aktie. Das liegt deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von 78 Prozent und dem Zehnjahresdurchschnitt von 76 Prozent.

Sollte dieser Wert halten, wäre es laut FactSet der höchste Anteil positiver Gewinnüberraschungen seit dem zweiten Quartal 2021. Damals schlugen 87 Prozent der Unternehmen die Schätzungen.

Gewinnwachstum stärker als gedacht

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Die gemischte Gewinnwachstumsrate liegt inzwischen bei 27,1 Prozent. Ende März hatte sie noch 13,1 Prozent betragen. Für das zweite, dritte und vierte Quartal erwarten Analysten nun Zuwächse von 21,3 Prozent, 23 Prozent und 20,6 Prozent.

John Butters, Vizepräsident und leitender Gewinnanalyst bei FactSet, sieht zugleich eine klare Verschiebung in der Sprache der Unternehmen. Nach seinen Angaben wurden die Begriffe Naher Osten und Öl in den Ergebniskonferenzen so häufig genannt wie seit mindestens fünf Jahren nicht mehr.

Auch bei den Umsätzen liefern die Unternehmen. 81 Prozent der bisherigen Berichterstatter übertrafen die Erwartungen. Der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei 70 Prozent. Der Zehnjahresdurchschnitt beträgt 67 Prozent. Sollte dieser Wert halten, wäre es der höchste Anteil positiver Umsatzüberraschungen seit dem zweiten Quartal 2021.

Bemerkenswert ist auch der Blick der Analysten nach vorn. Trotz Sorgen über höhere Ölpreise senkten sie ihre Gewinnschätzungen für das zweite Quartal nicht. Im April hoben sie die Bottom-up-Schätzung für den Gewinn je Aktie im S&P 500 sogar um 2,1 Prozent an. Sie stieg von 78,84 US-Dollar auf 80,47 US-Dollar.

Das ist ungewöhnlich. Normalerweise kürzen Analysten ihre Gewinnprognosen zu Beginn eines Quartals. In den vergangenen 20 Jahren lag der durchschnittliche Rückgang im ersten Quartalsmonat bei 1,9 Prozent.

Auf Branchenebene stiegen die Schätzungen in sechs von elf Sektoren. Besonders stark legten die Erwartungen im Energiesektor zu. Dort erhöhten Analysten ihre Gewinnschätzungen für das zweite Quartal um 45,1 Prozent. Am stärksten sanken sie im Industriesektor mit 2,9 Prozent.

Auch für das Gesamtjahr wurden die Prognosen angehoben. Die Bottom-up-Schätzung für den Gewinn je Aktie im Kalenderjahr 2026 stieg vom 31. März bis zum 30. April um 3,4 Prozent auf 331,23 US-Dollar.

Fazit

Die Zahlen zeigen eine robuste Gewinnsaison. Doch die Sprache der Unternehmen bleibt vorsichtig. Künstliche Intelligenz treibt weiter die Fantasie. Ölpreise und geopolitische Risiken bleiben die großen Unsicherheitsfaktoren.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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