Die Großbank integriert Krypto-ETNs auf Bitcoin, Ethereum, Solana und Co. in das Direkt-Depot. Anleger profitieren dabei von den gewohnten Steuervorteilen.
Die ING Deutschland, mit über neun Millionen Kunden eine der größten Retail-Banken der Bundesrepublik, öffnet ihr Wertpapierdepot für Krypto-Investments.
Kunden können ab sofort Exchange Traded Notes (ETNs) auf Bitcoin, Ethereum und Solana direkt über die bestehende Infrastruktur handeln, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
Das Angebot umfasst laut Website des Unternehmens physisch hinterlegte Produkte etablierter Emittenten wie 21Shares, Bitwise und VanEck. Diese bilden die Wertentwicklung der jeweiligen Basiswerte eins zu eins ab und werden über regulierte Börsenplätze auf der Direct-Depot-Plattform der ING abgewickelt.
Durch die Integration in das klassische Bankwesen entfällt für Anleger die Notwendigkeit, externe Wallet-Systeme zu verwalten oder private Keys selbst zu sichern.
Martijn Rozemuller, CEO von VanEck Europe, bezeichnete die Partnerschaft als “niederschwelligen Zugang”, der Krypto-Exposure exakt dorthin bringe, wo Investoren bereits agieren: in das Wertpapierdepot.
Steuerlich werden die ETNs bei der ING analog zu direkten Krypto-Investments behandelt. In Deutschland bedeutet dies, dass Veräußerungsgewinne nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr potenziell steuerfrei bleiben können.
Trotz des neuen Angebots warnt die Bank vor den spezifischen Risiken der Assetklasse. In ihren Risikohinweisen verweist die ING auf die extreme Volatilität, die Gefahr von Marktmanipulationen sowie das Emittentenrisiko, das im Falle einer Insolvenz des Herausgebers zum Totalverlust führen kann.
Die ING ordnet Kryptowährungen zudem als spekulative Produkte ohne intrinsischen Wert ein, deren Preisentwicklung stark von psychologischen Effekten getrieben sei.
Dennoch unterstreicht der Schritt die fortschreitende Adaption: Erst im September trat die ING einem Konsortium europäischer Banken bei, um einen Euro-Stablecoin als Zahlungsstandard zu etablieren.
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