Die Flagge der Europäischen Union.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 137

Ineos-Chef warnt vor dem Ende von Europas Chemieindustrie

ANTWERPEN/KÖLN (dpa-AFX) - Der Chef des britischen Chemiekonzerns Ineos, Jim Ratcliffe, hat vor drastischen Folgen hoher Kosten für Europas Chemiebranche gewarnt. "Die Industrie ist derzeit dabei herunterzufahren", sagte der Manager laut einer vorab verbreiteten Mitteilung beim Treffen europäischer Industrievertreter mit Politikern im belgischen Antwerpen. "Ohne eine Chemieindustrie können wir keine Krankenhäuser betreiben, wir können keine Menschen ernähren und wir können uns nicht verteidigen - das ist entscheidend für die nationale Sicherheit."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Binnen zwei Jahren hätten in Europa 101 Industriestandorte dichtgemacht, 25 Millionen Tonnen Chemie-Kapazität hätten Europa verlassen und mehr als 75.000 Menschen ihre Jobs verloren, sagte Ratcliffe und stellte den Klimaschutz-Nutzen von Europas Politik infrage. Diese führe nicht zu einer Reduzierung globaler Emissionen, sondern zu einer Erhöhung solcher. "Europa hat Emissionen nicht gesenkt, sondern es hat sie exportiert. Produktion wurde in die USA und nach China verlagert, wo die Kohlenstoffintensität viel höher ist."

Der Manager monierte, dass Energiepreise in Europa viermal höher seien als in den USA. Steigende CO2-Kosten und schwacher Handelsschutz verschreckten Investitionen. "Europas Chemieindustrie kann diese Bedingungen nicht überleben."

Der britische Chemiekonzern hat in den vergangenen Jahren mehrere Standorte in Europa geschlossen, vergangenes Jahr kündigte er die Schließung von zwei Werken in Rheinberg (NRW) an.

Der Konzern stellt Chemikalien her, die für die Herstellung von Medikamenten, Mobiltelefonen, Agrarprodukten oder Autoteilen genutzt werden. In Köln hat Ineos mehr als 2500 Beschäftigte./wdw/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend