Aus der Einreichung geht hervor, dass Roundhills sechs Prediction-Market-Fonds ein neues Wirksamkeitsdatum zum 5. Mai erhalten sollen. Bei den sechs ETFs handelt es sich um den RPM Democratic President ETF, den RPM Republican President ETF, den RPM Democratic Senate ETF, den RPM Republican Senate ETF, den RPM Democratic House ETF und den RPM Republican House ETF.
Laut Roundhills Einreichung aus dem Februar sollen die Fonds Anlegern ermöglichen, über sogenannte Event Contracts auf den Ausgang künftiger US-Wahlen zu spekulieren. Jeder Fonds ist darauf ausgelegt, Kapitalzuwächse zu erzielen, falls die jeweils adressierte Partei gewinnt. Verliert sie, droht den Anlegern hingegen ein nahezu vollständiger Verlust. Die beiden President-ETFs beziehen sich auf den Sieger der US-Präsidentschaftswahl 2028. Die Senate- und House-ETFs zielen auf die Zwischenwahlen im November 2026 ab.
GraniteShares und der große Krypto-ETF-Emittent Bitwise reichten im Februar ähnliche Anträge ein. Seyffart geht davon aus, dass diese Produkte etwa zur gleichen Zeit starten könnten. Bereits damals sprach der Analyst von einem wachsenden Trend zur “Financialization and ETF-ization of everything”. Es dürfte demnach nicht die letzte Einreichung dieser Art gewesen sein. “Potentiell bahnbrechend”, kommentierte Bloombergs Senior-ETF-Analyst Eric Balchunas damals Roundhills Einreichung. “Wenn das durchgeht, wow, dann öffnet das die Tür für alle möglichen Dinge.”
Der Vorstoß der US-Emittenten, Event Contracts in klassische ETF-Strukturen zu verpacken, folgt auf den Erfolg von Prediction-Market-Plattformen wie Polymarket und Kalshi. Im März kamen beide Plattformen zusammen auf ein Handelsvolumen von 24,3 Milliarden US-Dollar.
Kryptowährungen spielen dabei vor allem bei Polymarket eine zentrale Rolle. Die Plattform läuft auf der Polygon Blockchain und nutzt USDC-basierte Sicherheiten, darunter den eigenen Polymarket USD Token. Die schnelle, kostengünstige und transparente Abwicklung auf der Blockchain hat das Wachstum von Polymarket in den vergangenen Jahren deutlich begünstigt. Politische Ereignisse machten dabei einen erheblichen Teil der Aktivität aus. Für deutsche Nutzer bleibt die Rechtslage jedoch heikel.

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.