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Flankiert wird der Verkaufsdruck durch die US-Geldpolitik. Die Federal Reserve hat den Leitzins wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Es war die vierte Sitzung ohne Änderung unter Jerome Powell. Die gestrige Sitzung der Zentralbank dürfte die letzte sein, die unter dem Vorsitz von Jerome Powell stattfindet. Seine Amtszeit als Vorsitzender soll am 15. Mai enden.
Der Blick in die Zukunft fiel jedoch hawkisher aus als erhofft. Zwar präferiert ein Mitglied eine Senkung, drei Gouverneure sprechen sich jedoch für eine Beibehaltung des Zinsniveaus bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Lockerungstendenz aus.
“Bei der Prüfung des Umfangs und des Zeitpunkts weiterer Anpassungen des Zielkorridors für den Leitzins wird der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich abzeichnenden Aussichten und die Risikobilanz sorgfältig bewerten”, so die Fed in einer Mitteilung.
Da die Renditen für Staatsanleihen – die zweijährige Treasury ist auf 3,93 Prozent gestiegen – deutlich zulegten, stiegen die Opportunitätskosten für unverzinste Assets wie Bitcoin.
Warum der neue Vorsitzende, Kevin Warsh, Zinssenkungen trotz aktueller Inflation ins Spiel bringt, lest ihr hier: Fed vor Richtungswechsel – was bedeutet Kevin Warsh für Krypto?
Die Unsicherheit führte zu einer massiven Liquidation von Long-Positionen. Innerhalb von 24 Stunden wurden BTC-Longs im Wert von über 141 Millionen USD zwangsverkauft, was den Abwärtstrend beschleunigte.

Zusätzlicher Gegenwind kommt vom Energiemarkt. Der Ölpreis ist erneut gestiegen. Höhere Energiekosten schüren die Inflationssorgen und bringen die Fed in ein Dilemma zwischen Preisstabilität und Wirtschaftswachstum. Für Bitcoin bedeutet dieses risk-off-Umfeld vorerst eine Phase der Konsolidierung, solange die institutionellen Zuflüsse nicht zurückkehren.

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