BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundestag entscheidet am Freitag über das Gesetz für einen neuen Wehrdienst. Die Abgeordneten sollen in namentlicher Abstimmung über die Pläne entscheiden, die eine flächendeckende Musterung junger Männer vom Geburtsjahrgang 2008 an sowie Zielmarken für den Aufwuchs der Truppe vorsehen. Falls sich nicht genug Freiwillige melden, soll der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden können.
Die Bundesregierung begründet ihre Pläne mit der veränderten Sicherheitslage und der Bedrohung durch Russland. In der Koalition aus Union und SPD hatte es mehrfach Streit um das Vorhaben gegeben, wobei die SPD auf Freiwilligkeit pochte, die Union messbare Zielvorgaben für den personellen Aufwuchs forderte. Laut Umfragen gibt es in der Bevölkerung für die Pläne mehrheitlich Unterstützung, aber auch Kritik.
In vielen deutschen Städten wollen junge Leute gegen die Pläne auf die Straße gehen. Die Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht" ruft ab den Morgenstunden zu Protesten auf./cn/DP/mis
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.