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AKTIEN IM FOKUS: Anleger machen bei Rüstungswerten Kasse

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einem nervösen Handelsumfeld haben Rüstungswerte am Montag an ihre jüngsten Verluste angeknüpft. Die Branche litt unter anhaltenden Gewinnmitnahmen. So fielen Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) unter den größten Verlierern im Dax um 1,6 Prozent auf 1.753 Euro, nachdem sie zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar gesackt waren. Der deutsche Leitindex legte am späten Vormittag moderat zu.

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Auslöser der unsicheren Marktlage, die mit den Gewinnmitnahmen bei Rüstungswerten einherging, war der jüngste Einbruch bei den Preisen von Gold (Goldkurs) und Silber (Silberpreis). Dieser wiederum hatte Ende der Vorwoche seine Ursache darin, dass der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell nominiert wurde. Dadurch wurden an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Nicht wenige Spekulanten, die mit Kredit auf weiter anziehende Preise der Edelmetalle gesetzt hatten, wurden davon wohl auf dem falschen Fuß erwischt. Diese müssen dann Positionen glattstellen, was die Preise weiter belastet - eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist. Eine solche Entwicklung kann sich dann vorübergehend auch auf andere Märkte, etwa die für Aktien, auswirken.

Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, schrieb dazu: "Die auch durch Erhöhungen von Sicherheitsanforderungen der Terminbörsen ausgelösten Kursverluste der Edelmetalle - bei Silber die höchsten jemals an einem einzelnen Tag gemessenen - lösen automatische technische Verkäufe in anderen Vermögenswerten aus, obwohl diese mit der starken Kurskorrektur dort nichts zu tun haben." Zuletzt seien zu viele Anleger in Edelmetalle investiert gewesen und von der scharfen Korrektur am Freitag unvorbereitet getroffen worden. Nun müssten sie andere Positionen verkaufen, um die Verluste zu decken.

Dass die Anleger jetzt bei Rüstungswerten weiter Kasse machten, verwundert nicht, da diese auch im neuen Jahr überdurchschnittlich stark gestiegen sind. Für den Sektor sprechen weiterhin die Anforderungen der Nato angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie die geopolitischen Krisenherde, nachdem Irans oberster Führer im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen Eskalation gewarnt hatte.

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Unter den weiteren Rüstungsaktien büßten TKMS 2,6 Prozent und Hensoldt 2,8 Prozent ein.

Renk hingegen gaben nur leicht nach. Das Analysehaus Jefferies hatte den Panzergetriebehersteller als Rüstungsfavoriten eingestuft. Die Expertin Chloe Lemarie verwies dabei auf die Erwartung, dass das Unternehmen in diesem Jahr besonders von den deutschen und europäischen Investitionen in die Verteidigung profitieren wird./la/tih/jha/

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