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Aktien Frankfurt: Dax knackt nach US-Arbeitsmarktbericht 23.000-Punkte-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seiner Feiertagspause ist der Dax am Freitag stark in den Mai gestartet. Dank Entspannungssignalen im amerikanisch-chinesischen Zollstreit sowie guter Vorgaben der Übersee-Börsen knackte er am frühen Nachmittag die Marke von 23.000 Punkten - zuletzt stand ein Plus von 2,42 Prozent auf 23.041 Punkte zu Buche. Der US-Arbeitsmarktbericht gab dem deutschen Leitindex, der auf Kurs zum achten Gewinntag in Folge sowie einem Wochenplus von 3,3 Prozent ist, einen zusätzlichen positiven Impuls. Zum Rekord von 23.476 Punkten aus dem März fehlen ihm jetzt nur noch 1,9 Prozent.

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"Die Anleger hoffen, dass die ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft erfolgreicher verlaufen als die ersten 100 Tage für die US-Wirtschaft unter einem Präsidenten Donald Trump", kommentierte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Bereits im April hatte der Dax um 1,5 Prozent zugelegt - nach einer Erholungsrally infolge eines anfänglichen Kurseinbruchs wegen des von den USA losgetretenen, weltweiten Zollkonflikts.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Freitag um 1,72 Prozent auf 29.232,14 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 2,1 Prozent hoch.

Am Donnerstag hatten die Kurse an der US-Technologiebörse Nasdaq ordentlich angezogen. Aktuell zeichnen sich in New York weitere Gewinne ab. Zudem standen deutliche Kursaufschläge an etlichen asiatischen Handelsplätzen zu Buche. Aus China kamen am Donnerstag Entspannungssignale im Zollkonflikt mit den USA, die nun von Regierungsvertretern bekräftigt wurden. Dass Peking die Möglichkeit von Handelsgesprächen mit den USA prüfe, sei das erste Anzeichen seit Trumps Zollerhöhung im vergangenen Monat, dass Verhandlungen zwischen beiden Seiten beginnen könnten, schrieben die Experten der Landesbank Baden-Württemberg.

Die US-Wirtschaft hat derweil im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde allerdings nach unten revidiert. Die unveränderte Arbeitslosenquote im April entsprach den Erwartungen, während der Anstieg der Löhne geringer als erwartet ausfiel. Die US-Notebnank Fed dürfte sich angesichts der Daten "wohl nicht unter Druck sehen, in der nächsten Woche die Zinsen zu senken", kommentierten die Experten der Landesbank Helaba.

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Am deutschen Aktienmarkt standen zudem die Quartalszahlen von Airbus und BASF (BASF Aktie) im Fokus. Der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern hatte am Mittwochabend über seine Geschäftsentwicklung berichtet, worauf die Anleger erst jetzt reagieren konnten. Airbus war trotz weniger Jet-Auslieferungen überraschend gut ins Jahr gestartet. Mit plus 5,1 Prozent zählten die Aktien zu den größten Dax-Gewinnern. Barclays -Analystin Milene Kerner stuft den Quartalsbericht insgesamt als beruhigend ein. Dass der Handelskrieg die schon bestehenden Engpässe bei wichtigen Bauteilen zu verschärfen droht, belastete den Aktienkurs nicht.

Dax-Spitzenreiter Siemens Energy gewann 6,3 Prozent und markierte knapp unter 72 Euro einen weiteren Rekord. Auch im bisherigen Jahresverlauf liegen die Titel im Index weit vorn. Einen neuerlichen Schub geben einem Börsianer zufolge die avisierten weiteren Milliarden-Investitionen von Meta in KI-Rechenzentren. Siemens Energy reagiert immer wieder sehr sensibel auf solche Nachrichten aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Denn die KI hat einen enormen Energiebedarf. Gefragt waren auch die Aktien von Bayer (Bayer Aktie) mit einem Plus von mehr als 6 Prozent.

Die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter erholten sich um 5,3 Prozent. Sie profitierten wie andere europäische Rohstoffwerte von den Entspannungssignalen für den Welthandel.

Derweil gehörte BASF mit minus 1 Prozent zu den größten Dax-Verlierern. Mit seinem Umsatz- und Gewinnrückgang zum Jahresauftakt blieb der Chemiekonzern etwas hinter den Analystenerwartungen zurück. Er hält zwar an seinen Jahreszielen fest, warnte jedoch vor den Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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