ROUNDUP/Eurozone: Iran-Krieg treibt Inflationsrate im Mai auf 3,2 Prozent

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Mehrere Stapel Euro-Münzen.
- pixabay.com

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Ölpreisschub in Folge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone auch im Mai angefeuert. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im April hatte die Inflationsrate bei 3,0 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt diese Entwicklung erwartet. Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.

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Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau um 0,1 Prozent. Auch dies war so erwartet worden.

Angetrieben wurde die Inflation durch die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise. Diese legten um 10,9 Prozent im Jahresvergleich zu. Im Dienstleistungssektor lag der Preisauftrieb bei 3,5 Prozent und beschleunigte sich so merklich. Die Preise für Lebens- und Genussmittel stiegen um 2,0 Prozent und für Industriegüter um 0,9 Prozent.

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte ebenfalls zu. Sie stieg von 2,2 auf 2,5 Prozent. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf 2,4 Prozent erwartet.

"Ohne eine schnelle und deutliche Änderung der Lage im Persischen Golf dürfte sich die Inflation nun bei gut 3 Prozent festsetzen", kommentierte Commerzbank-Experte Vincent Stamer. "Die Kernrate könnte aufgrund von indirekten Effekten der hohen Energiepreise im zweiten Halbjahr sogar deutlich anziehen."

Werte aus dem Artikel:
Inflation 2,60 % -10,3%

In der kommenden Woche werde die EZB daher mit "hoher Wahrscheinlichkeit" die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöhen, schreibt Stamer. "Auch ein weiterer Zinsschritt im dritten Quartal dürfte dann folgen." Verschiedene EZB-Vertreter hatten zuletzt eine Leitzinserhöhung signalisiert./jsl/jha/


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