- Die Inflationsrate in der Eurozone stieg auf 1,9 Prozent.
- Im Januar lag die Rate noch bei 1,7 Prozent.
- Die Kernrate der Inflation stieg von 2,2 auf 2,4 Prozent.
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Gestützt wurde die Inflationsentwicklung von gestiegenen Preisen im Dienstleistungssektor. Diese legten um 3,4 Prozent im Jahresvergleich zu - nach 3,2 Prozent im Vormonat. Die Preise für Lebens- und Genussmittel kletterten wie schon im Vormonat um 2,6 Prozent. Die Energiepreise haben die Entwicklung weniger gedämpft als zuvor. Diese sanken im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Im Vormonat hatte der Rückgang noch bei 4,0 Prozent gelegen. "Bereits in den letzten beiden Monaten hatten die Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Ölpreis deutlich steigen lassen", erklärt Vincent Stamer, Volkswirt bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie) die Entwicklung.
Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, stieg von 2,2 Prozent auf 2,4 Prozent. Volkswirte hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet.
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise insgesamt um 0,7 Prozent. Die Kernverbraucherpreise legten um 0,8 Prozent zu.
Ökonomen sehen im Iran-Krieg angesichts der Auswirkungen auf die Rohöl- und Erdgaspreise eine Gefahr für die künftige Preisentwicklung. "Sollte sich der Iran-Krieg weiter fortsetzen, dürfte die Inflation im Euroraum auch über den Erwartungen der EZB liegen", schreibt Stamer. Eine Leitzinserhöhung erwartet er aber nicht. "Stattdessen dürfte die Zentralbank durch die kurzfristigen Energiepreiseffekte 'hindurchsehen' und sich noch stärker auf die Kernrate konzentrieren."
An den Finanzmärkten spielten die Daten keine Rolle. Der Eurokurs gab sogar weiter nach und fiel unter 1,16 US-Dollar./jsl/jkr/stw
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