EZB: Inflationserwartungen der Verbraucher steigen im März deutlich

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Das Euro-Zeichen vor der EZB in Frankfurt.
- © querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs sind in der Eurozone die Inflationserwartungen der Verbraucher im März erheblich gestiegen. Vor allem die Erwartungen auf kurze Sicht legten stark zu. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die Konsumenten auf Sicht von 12 Monaten eine Preissteigerung um 4,0 Prozent, wie die EZB am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zuletzt hatten die befragten Verbraucher noch eine Inflation von 2,5 Prozent prognostiziert. Volkswirte waren für den Monat März lediglich von einem Anstieg auf 2,8 Prozent ausgegangen.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die Inflationserwartung für die nächsten drei Jahre stiegen von 2,5 auf 3,0 Prozent. Nur leicht legten die Inflationserwartungen auf Sicht von fünf Jahren zu. Sie stiegen von 2,3 Prozent auf 2,4 Prozent.

Hintergrund der Entwicklung dürfte der Iran-Krieg und dessen wirtschaftliche Folgen sein. Die Schließung der Straße von Hormus hat zu einem starken Anstieg der Preise für Öl (Rohöl) und Gas geführt. Zudem könnten wichtige Rohstoffe wie Düngemittel oder petrochemische Produkte knapp werden. Die EZB spricht von einer gestiegenen Verunsicherung der Verbraucher mit Blick auf die künftige Inflationsentwicklung.

Im März war die Inflation in der Eurozone auf 2,6 Prozent gestiegen. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von 2 Prozent an.

Die Daten basieren auf den Ergebnissen einer monatlichen Online-Befragung (Consumer Expectations Survey) der Europäischen Zentralbank unter Verbrauchern aus elf Ländern. Befragt werden rund 19.000 Personen. Inflationserwartungen spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der EZB.

Werte aus dem Artikel:
Inflation 2,60 % -10,3%

Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag über ihre Geldpolitik entscheiden. Es wird noch keine Änderung des Leitzinses erwartet. Die Herausforderungen für die EZB sind groß, da die Energiekrise sowohl das Wirtschaftswachstum belastet als auch gleichzeitig die Inflation antreibt./jsl/la/stk


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