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Steigende Strompreise: Welchen Anteil haben die neuen Energien?
[05.10.2012]
„Die EEG-Umlage fälschlicherweise mehr oder weniger allein für Strompreissteigerungen verantwortlich zu machen, wie es immer wieder versucht wird, ist ein durchsichtiges Manöver derjenigen, die am Ausbau der erneuerbaren Energien und damit am Gelingen der Energiewende nur wenig Interesse haben.“ Darauf haben Baden Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hingewiesen.
Auszug:
Neue Energien haben kaum Einfluss
Werde die Erhöhung der Umlage nach dem 15. Oktober an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben, sei für einen Durchschnittshaushalt (vier Personen, 3500 kWh Jahresverbrauch) eine Mehrbelastung von 60 bis 80 Euro im Jahr zu erwarten, prognostizierten Kretschmann und Untersteller. Den Schluss zu ziehen, die erneuerbaren Energien seien für diese Strompreiserhöhung verantwortlich, sei jedoch falsch.
Kretschmann und Untersteller: „Die Einspeisung des erneuerbaren Stroms sorgt nachweislich auch dafür, dass der Großhandelspreis für Strom an der Börse nach unten geht. Rechnet man Börsenpreis und Umlage zusammen, kommt man 2012 und 2013 absehbar etwa auf die gleiche Summe. Das heißt, für höhere Preise sind die erneuerbaren Energien nicht verantwortlich zu machen.“ Das Problem sei, dass der niedrigere Börsenpreis in der Regel nicht an die privaten Haushalte weitergegeben werde.