"Wenn die großen Reformen wehtun, sucht man sich kleine Gegner. Erst der Vorwurf vom angeblich zu hohen Krankenstand, nun das Schlagwort 'Lifestyle-Teilzeit'. In beiden Fällen geht es um die bequeme Annahme, man müsse den Menschen nur sagen, was von ihnen erwartet wird - dann ließe sich das Land wieder in Gang setzen. 'Lifestyle-Teilzeit' unterstellt, Teilzeit sei vor allem Komfort, ein freiwilliger Rückzug aus der Leistungsgesellschaft. So wird Verantwortung elegant verschoben: weg von Strukturen, hin zu individuellen Entscheidungen. Wer so argumentiert, muss sich nicht mit der Realität vieler Erwerbstätiger auseinandersetzen. Doch wer Menschen mit Schlagwörtern diffamiert, schafft keinen Aufbruch, sondern produziert nur politischen Lärm."/yyzz/DP/stw
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