Wir deutschen sind im Krieg. Nur gegen wen?


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boomer:

Lieber Reila,

 
13.09.01 01:16
Das letzte trifft auf Dich allerdings auf keinen Fall zu!

Wir haben ja sogar zur gleichen Zeit gepostet!

Gute Nacht, Zwillingsbruder!

.. wie sagte noch unser polnischer Satyriker ...
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Dr.UdoBroem.:

Reila - ja das würde ich ausschließen

 
13.09.01 01:24
Scholl-Latour schürt nur die latent vorhandenen Ängste und Vorurteile gegen den Islam.

Gruß Dr. Broemme

Wir deutschen sind im Krieg. Nur gegen wen? 410797
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boomer:

@Dr.UdoBroemme, kennst Du die

 
13.09.01 01:28
Scholl-Latour-Bücher?
Hast Du die heutige "Friedmann-Sendung" gesehen?
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Falcon2001:

Aha, Nato zieht sich verbal schon zurück....

 
13.09.01 09:01
Ein Sprecher der Nato liess heute verlautbahren:

Es wäre kein Blankocheque für die USA. Im Falle eines Konfliktes mit einem anderen Land würde der Natorat nochmals explizit beraten und zustimmen müssen.

Aber gestern klang das noch ganz anderst. Ob Die wohl meinen Thread gelesen haben? :-)  
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Dr.UdoBroem.:

@boomer

 
13.09.01 09:52
Kennst Du den Direktor des Orientinstituts?
Hast Du das rezensierte Buch gelesen?
Ich kenne Scholl-Latour aus Fernsehreportagen - das reicht vollkommen.
Friedmann habe ich gestern kurz reingezappt, wegen der Kriegshetze, die dort stattfand, allerdings nach ca. 10 Minuten weitergeschaltet.

Gruß Dr. Broemme
Wir deutschen sind im Krieg. Nur gegen wen? 410901
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Falcon2001:

Nato bereitet sich nun doch auf einen

 
13.09.01 12:20
Militärschlag vor. Ist das nun nur eine offene Art von Populismus oder ist da wirklich was dran?  
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modeste:

12:20: Scharping sagt überraschend Pressekonferenz

 
13.09.01 12:44
ab....


(...hat seine Tasche mit dem Manuskript in Mallorca liegen gelassen)




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schwald1:

Bitte nicht mehr von Krieg reden ...

 
13.09.01 13:05
aus meinem Posting vom 12.09.01 (bitte nach "schwald1" suchen und weiterlesen)

Hallo zusammen,

nach dieser Wahnsinnstat bitte ich alle Menschen inständig, ihre Gedanken, Worte und Taten NICHT und in keinster Weise an einen Krieg zu verschwenden !!!
Denn nach meiner Ansicht sind im Moment und schon seit einiger Zeit viel zu viele negative Gedanken, Worte und Taten auf dieser Welt !!!
Wenn sich die Menschheit wirklich und einheitlich positiver Gedanken, Worten und Taten annimmt, wird viel Elend, Leid und Traurigkeit vermieden.

In meiner Umgebung und auch in den Medien werden diese Kriegsgedanken oder auch Ängste viel zu oft geäußert ... und dies führt unweigerlich zu Worten und diese zu Taten !

Wir wollen keinen Krieg mehr, auch keinen Heiligen oder Vergeltungskrieg !

Ich glaube, dass positive Gedanken, Worte und Taten diese Welt eher retten werden als alles andere, egal in welcher Form. Es ist aber ein mühsamer Weg.
Deshalb müssen alle Menschen zusammenhalten. Dieses riesige positive Potential wird jedem Negativem, jeder Aggressivität, jedem Krieg und jeder Gewalttat widerstehen !

Wie ist eure Meinung?

Viel Mut auf eurem Weg wünscht euch Schwald1
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Falcon2001:

Unglaublich, es geht schon los.

 
13.09.01 13:10
Laut SWR3 Ticker bombardieren US Flugzeuge schon den Süden des Irak.

Quelle SWR3:

13.05: Amerikanische und britische Flieger bombardieren in diesen Minuten
Ziele im Süden des Irak. Das hat eine irakische Nachrichtenagentur
mitgeteilt.
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schmuggler:

Schöner Gedanke Schwald!

 
13.09.01 13:11
Aber ich glaube nicht, dass wir hier an diesem Board alleine durch unser Schweigen helfen den Krieg zu verhindern. Das ist den Herren Bush und Co so wurscht wie nix. Hoffentlich ufert das nicht wirklich aus - mein größter Wunsch im Moment, obwohl ich wahrhaft noch andere Probleme hab.



Schmuggler  
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DarkKnight:

Suitcase Nukes: dann werden wohl wir, und

 
13.09.01 13:13
ich meine damit Dtld., als erste in den nächsten Tagen erfahren, wie sie wirken
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Falcon2001:

@DK, musst Du immer solche Horrorszenarien

 
13.09.01 16:00
erfinden? Ziemlich komische Threads von Dir heute.  
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boomer:

er arbeite halt bei einem US-Unternehmen und ..... o.T.

 
13.09.01 16:11
Antworten
boomer:

Befindet sich Deutschld. bereits im Kriegszustand?

 
13.09.01 16:45
Was bedeutet der „Bündnisfall“ nach Artikel 5 des NATO-Vertrages?

Er besagt: Ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere NATO-Staaten in Europa oder Nordamerika bedeutet „ein Angriff gegen sie alle“.

Befindet sich Deutschland damit bereits im Kriegszustand? Antwort: Nein. Dafür muss nach dem Grundgesetz der „Verteidigungsfall“ vom Bundestag mit Zweidrittel-Mehrheit festgestellt werden. Auch der Bundesrat muss zustimmen.

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stiller teilhaber:

bündnisfall

 
13.09.01 17:00
mir ist durchaus bewußt, daß sich alle worte, regelungen, gesetze grunsätzlich beugen und auslegen lassen und daß dies im (beliebigen) 'bedarfsfall' auch davon gebrauch gemacht werden wird. dennoch ist eine bestehende möglichkeit noch NICHT der eingetretene fall !
noch steht:

V Ö L K E R R E C H T

In welchem Fall ein Gegenschlag zulässig ist

Völkerrechtlich wäre ein militärischer Gegenschlag der USA nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen zulässig. Eine militärische Operation würde darüber hinaus auch für die Bundesrepublik rechtliche Fragen aufwerfen. Die wichtigsten Probleme:
Die Rechtmäßigkeit einer militärischen Antwort

Die USA könnten sich bei einer Militäroperation auf das so genannte Selbstverteidigungsrecht der Uno-Charta berufen. In Artikel 51 heißt es, "keine Bestimmung der vorliegenden Satzung beeinträchtigt das Naturrecht individueller oder kollektiver Selbstverteidigung, wenn ein Angriff mit Waffengewalt gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen erfolgt, bis der Sicherheitsrat die zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderliche Maßnahmen ergriffen hat".

Die Frage ist allerdings, ob dieses Recht auf Selbstverteidigung auch im Fall terroristischer Angriffe gilt. Klar ist, dass die USA die Terroristen selbst verfolgen dürfen. Problematisch ist hingegen, unter welchen Voraussetzungen sie auch das Territorium eines Landes angreifen können, aus dem heraus die Terroristen ihre Aktionen gesteuert haben.

Der Heidelberger Völkerrechtsprofessor Jochen Frowein meint, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit eines militärischen Schlages gegen Terroristen auf fremdem Staatsgebiet besteht. Allerdings gebe es im Völkerrecht "kein Recht auf Rache oder Vergeltung". Das Recht auf Selbstverteidigung greife nur, wenn die Bedrohungssituation weiter fortbestehe. So müsse der Staat, gegen den sich die Attacke richten soll, auch nach Klärung dieses Sachverhalts "erkennbar nicht bereit sein, seine völkerrechtliche Verantwortung zu übernehmen, und zum Beispiel das Terroristennest auszuheben". Allein die Tatsache, dass der Staat in der Vergangenheit seine Verpflichtungen verletzt habe, reicht daher nach Froweins Ansicht nicht aus.

Der Uno-Sicherheitsrat könne im Nachhinein nach Ansicht des Direktors des Max-Planck-Instituts für Völkerrecht in Heidelberg die Rechtmäßigkeit eines Angriffs auf Grund von Artikel 51 bestätigen. Möglich sei aber auch, dass die USA den Sicherheitsrat auch noch vor einer Attacke anrufen. Dieser könne dann die Bedrohung des Friedens feststellen und in der Folge damit auch militärische Aktionen rechtfertigen.

Rechtmäßigkeit einer Beteiligung der Bundeswehr

Noch ist völlig unklar, ob und in welchem Umfang sich die Bundeswehr an einem solchen Gegenschlag beteiligen soll. Allerdings hat der Nato-Rat mit seiner Entscheidung vom Mittwochabend den Weg für eine Militäraktion geebnet, die vom gesamten Bündnis getragen werden könnte. Die Nato würde sich an die Seite der USA stellen, wenn klar sei, dass die Terroranschläge auf New York und Washington aus dem Ausland gekommen seien. Die Nato beruft sich dabei auf den Washingtoner Gipfel von 1999. Auf diesem sei zum Ausdruck gekommen, dass sich das Bündnis auch als Gemeinschaft im Kampf gegen den Terrorismus verstehe.

Trotz der Mitgliedschaft der Bundesrepublik entsteht damit aber kein Automatismus für die Teilnahme der Bundeswehr. "Für den Einsatz deutscher Soldaten gilt in jedem Fall der Parlamentsvorbehalt", sagt Frowein. Egal ob sich die Bundeswehr an einem Kampfeinsatz beteiligt oder auch nur logistische beziehungsweise nur medizinische Hilfe leisten würde - in jedem Fall müsse der Bundestag also noch zustimmen. Der Parlamentsvorbehalt gelte für den Einsatz der Streitkräfte generell, sagt Frowein.

Die Nato würde entsprechend ihrer Sicherheitsphilosophie die Bedrohungssituation der USA als eigene Bedrohung auffassen. Ob die Nato damit selbst rechtmäßig handele, entscheide sich danach, ob der USA tatsächlich ein Selbstverteidigungsrecht zusteht.

ich wünschte, es gäbe mehr menschen mit klarem denken und besonnenheit
grüße
stiller teilhaber
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