Renk zieht Rheinmetall davon, Aktie plötzlich mit Kaufsignal!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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Militärfahrzeuge (Symbolbild).
©iStock
Neue Aufwärtsdynamik bei der Aktie von Renk! Nicht nur erholt sich der Wert schneller als das Mitbewerber Rheinmetall, jetzt liegt auch ein Kaufsignal vor.
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Hinweis

Renk und Hensoldt stehlen Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) die Show

Für Anlegerinnen und Anleger deutscher Verteidigungskonzerne gab es in diesem Börsenjahr trotz der Eskalation geopolitischer Spannungen noch nicht viel zu holen. Vor allem Branchenprimus Rheinmetall hat mit einem Minus von 20 Prozent sei dem Jahreswechsel eine enttäuschende Vorstellung abgegeben.

Die Düsseldorfer kämpfen damit, ihren hohen Auftragsbestand dem Geschmack des Marktes nach nicht schnell genug in Umsatzwachstum ummünzen zu können. Dass Rheinmetall nicht mehr ganz so sehr im Vordergrund steht, wie in den Vorjahren ist zu einem Vorteil für die Anteile der Mitbewerber Renk und Hensoldt geworden.

Werte aus dem Artikel:
Hensoldt Aktie 85,12 € -0,56%
RENK Group Aktie 52,86 € +2,68%
Rheinmetall Aktie 1.235,2 € -0,15%

Vor allem Renk macht jetzt einen guten Eindruck

Zwar sahen sich auch diese in den vergangenen Wochen und Monaten mit Kursverlusten konfrontiert. Sie konnten sich aber deutlich schneller erholen als die Aktie von Rheinmetall. So steht bei Hensoldt ein beachtliches Plus von 18 Prozent zu Buche, während Renk am Mittwoch gegenüber dem Jahresauftakt vor einem Vorzeichenwechsel steht.

Nach den jüngsten Kursgewinnen gelangen der Aktie sogar erste Kaufsignale. Hier darf zumindest aus technischer Perspektive jetzt wieder zugegriffen werden:

Zum Glück für Anleger: Verkaufssignal verpuffte wirkungslos

Nach einer steilen Rallye im vergangenen Jahr mit einem Allzeithoch bei 90 Euro im September setzte bei Renk ein Abwärtstrend ein. Dieser ging aus charttechnischer Perspektive auf das Konto bearisher Divergenzen in den technischen Indikatoren RSI und MACD, welche dazu geführt hatten, dass die Rekordnotierungen nicht bestätigt waren.

Für weitere Verkaufssignale sorgten dann das Unterschreiten der gleitenden Durchschnitte sowie das Death Cross im Dezember. Zwar konnte der Unterstützungsbereich um 50 Euro Abverkäufe immer wieder auffangen. Nichtsdestotrotz kam es zu einer Reihe von niedrigeren Tiefs und damit zu einem Abwärtstrend. Dieser kulminierte Ende März in den tiefsten Stand seit einem Jahr – aus technischer Perspektive ein weiteres Verkaufssignal.

Nach frischen Kaufsignalen: Nächster Stopp 60 Euro?

Dass trotzdem keine weiteren Abgaben folgten, war dem Umstand zu verdanken, dass die Renk-Aktie mit Blick auf den RSI bereits überverkauft war. Die Bären hatten ihr Pulver also bereits verschossen, woraufhin die aktuell laufende Erholung startete.

Diese hat mit dem Überwinden des Widerstandsbereichs um 50 Euro sowie der 50-Tage-Linie bereits zu ersten Erfolgen und einem prozyklischen Kaufsignal geführt. Unterstrichen wird die technische Entspannung durch den Anstieg des Trendstärkeindikators MACD über seine Signallinie sowie der sich unmittelbar abzeichnende Vorzeichenwechsel, der auch einen Trendwechsel der Aktie anzeigen würde.

Was einer Fortsetzung der Aufholjagd jedoch zumindest kurzfristig im Wege stehen könnte, ist der inzwischen leicht überkaufte RSI. Dieser könnte jedoch mit einem mehrtägigen Verharren im Bereich vom 50 Euro konsolidiert werden. Ein erneuter Pullback ist also nicht zwingend. Damit sollten sich Anlegerinnen und Anleger eher zur Oberseite bis rund 60 Euro orientieren, wo ein Ausbruch für eine nachhaltige Trendwende sorgen dürfte, als zur Unterseite, wo es vor allem die 40-Euro-Marke zu beachten gilt.



Fazit: Diese Kursflaute hat der Aktie nicht geschadet

Aus fundamentaler Perspektive hat die monatelange Kursflaute der Aktie nicht geschadet, im Gegenteil. Ein KGVe von 2026 von 36,4 und von 27,3 für das kommende Jahr ist zwar noch immer ambitioniert und liegt deutlich über dem Durchschnitt beispielsweise nicht minder wachstumsstarker US-Verteidigungswerte.

Ganz so zwingend wie noch im vergangenen Jahr sind Bewertungskorrekturen bei Renk jedoch nicht mehr. Das könnte die Dynamik langfristig dahin verändert, dass starken Kursanstiegen keine Korrekturen mehr, sondern eher Konsolidierungen auf hohem Niveau folgen. Kurzfristig sind bei den Augsburgern die Bullen am Ruder. Das ist ermutigend.

Mit 60 Euro wartet jedoch eine echte Bewährungsprobe. Hier könnten weniger langfristig orientierte Traderinnen und Trader ihr erstes Take-Profit platzieren.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross



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