wie wird man bär und wie zum bullen?


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altmeister:

wie wird man bär und wie zum bullen?

 
27.02.03 08:10
habt ihr euch das mal überlegt?
sind   bären einfach  dauerpesimisten oder sieht es wirklich so schlecht aus das man jetzt noch stark verkaufen muß obwozhl wir nahe einem 7 jahres tief sind oder wird hier übertrieben?

und sind bullen einfach spinner weil sie in zeiten wie diesen mittelfristig an steigende kurse glauben . oder realisten die sehen das zahlen besser werden (ifo)und die ganze geschichte übel nach unten übertrieben wird.



naja meine eigentliche frage ist wie wird man zum bären? durch niederlagen an der börse in serie?

und wie wird man zum bullen? durch erfolge an der börse in serie?

eure meinung tät mich interresieren.
Antworten
big lebowsky:

Altmeister,

 
27.02.03 08:22
bei mir war es Variante 1.Habe (leider,was ich für klug hielt)die ganze Neuer Markt
Histerie nicht mitgemacht.Bin dann Mitte 2001 selektiv in seriöse Werte eingestiegen,weil es aufwärts gehen sollte.Ich habs geglaubt.Mit Thiel,Medigene,Kontron und Itelligence habe ich einen schönen Pkw oder eine kleine ETW verbrannt.

In Aktien investiere ich (fast)nicht mehr,nur noch Zertis zum Zocken.Bleibe bärisch,bis ich wirtschaftliche Erholung sehe.Früher war ich aber sehr bullisch(s.O.)
Ciao B.L.
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altmeister:

biglebowsky

 
27.02.03 08:30
das würde meine these in etwa bestätigen.
das sieht man hier auch am board habe mir mal die mühe gemacht und bei einigen alt arivanern die jetzt noch immer posten zu schaun was sie vor 3 jahren geschrieben haben .
und da war die erschrekende erkenntnis das die super bullen von damals jetzt die ganz üblen bären sind namen möchte ich hier bewußt nicht nennen bin sicher diejenigen wissen wen ich meine.
und die jetzigen bullen waren die neutralen bis pesimisten vor 3 jahren...
da stimmt doch was nicht. das würde bedeuten das die eigentlichen verlierer (bären) jetzt sagen wo es langgeht und das geht nicht mehr lange gut.
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big lebowsky:

Wenn Deine Beobachtung empirisch

 
27.02.03 08:33
weiter unterlegt werden sollte,dann müsste eigentlich die Zeit des Kaufens vor der Tür stehen.
Ciao B.L.
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Slater:

Wie wird man zum Trader,

 
27.02.03 08:33
der weiß das es Bullen-, Bären und Seitwärtsmärkte gibt? Ist man in der Lage diese zu erkennen?
Antworten
Boxenbauer:

Moin,

 
27.02.03 08:37
ich habe jeweils einen Bären und einen Bullen aus Holz geschnitzt auf dem Schreibtisch stehen. Dies sind so grob gearbeitet, daß man sie kaum unterscheiden kann. Schon gar nicht von hinten.

Boxenbauer
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altmeister:

slater

 
27.02.03 08:42
habe dir ja kürzlich erst gesagt das ich eigentlich seit november  1998 sehr pesimistisch war und aus genau diesem grund mit dem traden laaaaangsam begonnen habe. und das anlegen aufgegeben habe.
nun war das nachweißlich  15 monate zu früh und ich habe erst 15monate später recht bekommen.
sollte es diesmal auch noch 15 monate dauern?
fest steht das es einige unternehmen gab die 1999 bereits ihren zenit überschritten hatten (im kursverlauf) genauso sehe ich das jetzt auch es gibt jetzt einige unternehmen die ihr tif gesehen haben...
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Slater:

wahrscheinlich wird ins Negative übertrieben

 
27.02.03 08:47
Bei der Massenpychologie kann man aber nur sehr schwer sagen, wann es dreht. Übertreiben die Japaner seit 13 Jahren?
Antworten
altmeister:

japan hat andere probleme

 
27.02.03 08:50
und das weißt du mindestens sogut wie ich. (ich habe noch nie nen japanische aktie gehabt)
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zombi17:

Das mußt du ein wenig differenzieren , Altmeister

 
27.02.03 08:51
Vor drei Jahren wußten die meisten noch nicht , was an der Börse so alles möglich ist.
Damit meine ich Betrüger , Gauner , Marktschreier , Pleiten , Pech und Pannen.
Heutzutage sollten diejenigen , die den ganzen Mist mitgemacht haben, schlauer sein .
Die teuren Fehler hinterlassen einen bleibenden Eindruck .
Mittlerweile werden Bilanzen gelesen , Risiken abgeschätzt , Marktlage anlysiert , Weltgeschehen mit eingerechnet. So sollte es zumindest sein.
Es gibt natürlich immer noch genug Haurucktrader , aber die Zahl wird geringer.

The Trend is Your Friend. Und der Trend ist eindeutig seitwärts bis südlich.
Warum jetzt kaufen , wenn alles noch günstiger wird?

Warte mal ab was passiert, wenn die Irakfrage geklärt ist und der Ölpreis bröckelt.
Dann kommen alle aus den Startlöchern.

Wer solange warten kann , wird auch zwangsläufig Erfolg ohne großes Risiko haben .
Das ist zumindest meine Ansicht zur Börse.

Gruß Zombi
Antworten
Slater:

schon richtig Alti

 
27.02.03 08:54
sollte nur ein Beispiel dafür sein, daß es auch jahrelang nach unten gehen kann.  
Antworten
Reinyboy:

Bären sind Realisten, Bullen sind Träumer

 
27.02.03 08:57
Schau auf die Wirtschaft, und schau in deren Zukunft, schau auf die plötzlichen, jedoch schon vorher zu erwartenden Minusergebnisse großer Werte. Schau auf den Ölpreis, schau auf den Golddpreis, schau den schwachen Dollar an. Schau auf die Hedgefonds, die aufgrund von berechtigten Leerverkäufen prima laufen.

Als Realist muss man Bär sein. Als Träumer wird man bestraft.

Zumindest so lange sich keine wirtschaftliche Wende abzeichnet oder besser sichtbar ist, bis dahin dürfte es noch sehr tief gehen. Kurze Ralley´s natürlich nicht ausgeschlossen.



Grüße        Reiny
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calexa:

Also bei mir ist das so

 
27.02.03 09:31
ich versuche realistisch die Wirtschaft zu betrachten und sehe gleichzeitig auf die Kursverläufe. Vor ca. 3 Jahren war ich trotz übertriebener Börsenkurse optimistisch für weiter steigende Kurse, weil einfach keiner Verkaufen wollte. Wirtschaftlich gesehen habe ich mich immer gefragt, wie die Kurse sich so weit vom wirtschaftlichen Wert entfernen können. Aber was soll ich machen, wenn die Leute nur kaufen wollen.

Momentan bin ich pessimistisch, denn die Wirtschaft wird sich meiner Meinung nach noch weiter verschlechtern, und die Kurse werden noch weiter fallen.
Aber diese Meinung ist sehr labil, denn ich sehe schon wieder viele Unternehemen, die in meinen Augen so weit gefallen sind, daß ich sie als fair bewertet bezeichnen würde.

So betrachtet bin ich auf einem Auge schon wieder Bulle, denn ich weiß, ich werde in nächster Zeit einen Haufen Geld machen. Mir fehlt eigentlich nur noch eine Schlagzeile in der Bild, die schreibt, daß die Börse tot ist. Die FAZ sprach gestern schon von "Ansätzen einer Panik". Das ist für mich das erste Zeichen, die Augen offen zu halten. Und Unternehmen wie Zapf und Bijou glänzen mit guten Zahlen, sind daneben aber auch noch niedrig bewertet und zahlen eine stolze DIvidende. Was will man mehr als Anleger?

So long,
Calexa
www.investorweb.de
Antworten
altmeister:

hm caleca ,zombi und reinyboy

 
27.02.03 11:05
das klingt mir noch zu wischi waschi. so schlecht sieht die wirtschaft das nicht wie ihr (nochmal Ifo)
die unternehmen im dax und m-dax sind mittlerweile fast alle fair bewertet. trotzdem fallen viele unternehmen fast  täglich 4% durch die eigentlichen verlierer der letzten 3 jahre.
meinung ändern ist alles gut und schön aber es muß dafür gründe geben und einfach zu sagen wir sind noch überwertet reicht mir nicht. weil es nicht stimmt.
Antworten
knipser 2:

@ calexa + altmeister

 
27.02.03 11:13
Aus der FTD vom 27.2.2003  
Schnäppchenjäger nehmen Deutschland ins Visier
Von Dirk Benninghoff, Frankfurt

Der Kursabsturz am Aktienmarkt rückt Deutschlands Konzerne in den Fokus von Großinvestoren. Es gebe eine starke Nachfrage institutioneller Anleger nach größeren Aktienpaketen an unterbewerteten deutschen Unternehmen, sagte am Mittwoch Roland Lienau, Head of German Equities bei der Deutschen Bank.




Auch andere Banken sehen diesen Trend. Konzerne der Old Economy seien auf Grund des niedrigen Kursniveaus attraktiv für Großanleger - gerade aus Amerika. Die Deutsche Bank hatte 94 Unternehmen und 217 Investoren auf einer Konferenz in Frankfurt zusammengeführt. Von der Resonanz zeigten sich die Banker überrascht. Lienau: "Es ist wieder interessant, sich deutsche Aktien anzuschauen. Wir haben Investoren, die Anteile von 10 Prozent übernehmen wollen." Vor allem der rege Besuch von Anlegern aus den USA und Großbritannien überraschte die Deutsche Bank. Die politischen Spannungen hatten keine Auswirkungen. Aus Amerika seien dreimal so viel Teilnehmer nach Frankfurt gekommen wie 2002, sagte Lienau. Insgesamt stammten mehr als ein Drittel der Anleger aus dem angelsächsischen Raum.

Value-orientierte, also auf langfristigen Wertzuwachs bedachte Institutionelle können laut Lienau mit deutschen Aktien "gute Geschäfte" machen. Da der Kurssturz den Frankfurter Markt weitaus stärker erwischt hat als andere europäische Leitbörsen, sind viele deutsche Blue Chips und Nebenwerte in der Tat weitaus billiger zu haben als ihre Wettbewerber im Ausland.



Attraktive Unternehmen


Nach dramatischen Einbrüchen sind Blue Chips wie Bayer oder ThyssenKrupp zu Schnäppchenpreisen zu haben. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2003 bei Bayer inzwischen unter acht. Andere europäische Pharma- oder Chemiewerte notieren mit dem 15- bis 20fachen des erwarteten Gewinns. Im MDax notieren Industriewerte wie Heidelberger Cement, Salzgitter oder Leoni mit einem KGV zwischen fünf und sechs.


So ist auch für Rolf Elgeti von der Commerzbank aus London Deutschlands Old Economy ins Visier des Auslands geraten. Während britische Investoren allerdings eher kurzfristig orientiert seien und daher nicht auf der Suche nach unterbewerteten Perlen, verfolgten amerikanische Großanleger wie Pensionsfonds langfristige Value-Strategien. Und dies mache viele deutsche Konzerne attraktiv. Den Trend sieht auch die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley. Schon länger beobachteten amerikanische Adressen, vor allem Private Equity-Fonds den deutschen Markt, hieß es dort.



Klassische Branchen im Vorteil


Wichtig, so Commerzbanker Elgeti, seien mehrere Faktoren: Eine hohe Dividendenrendite sowie geringe Bewertungen in Bezug auf das Kurs-Gewinn- und auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Dies trifft in erster Linie auf klassische Branchen zu. Elgeti: "Deutsche Zykliker und defensive Werte sind die billigsten in Europa."


Dennoch dürften größere Deals aus zwei Gründen noch ein wenig auf sich warten lassen. "Die Investoren schauen, ob die Aktien nicht noch billiger werden", hieß es bei Morgan Stanley. Ziehe der Markt an, so werde investiert. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, hängt nach allgemeinem Konsens von der Entwicklung im Irak-Konflikt ab.


Allerdings gibt es auch jetzt schon konkrete Kaufabsichten. Doch in diesen Fällen erschweren die günstigen Kurse sogar die Investments. Deutsch-Banker Lienau erläutert: "Wir haben Schwierigkeiten, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen." Potenzielle Käufer seien da, aber die Besitzer der Aktien wollten sich zu den derzeitigen Kursen nicht von ihren Paketen trennen.



© 2003 Financial Times Deutschland

dieser artikel war für dich calexa,viel spass beim suchen u. finden.

@ altmeister:bulle/bär ist doch shit egal(müsstest du als trader doch wissen).du bist doch hoffentlich auch für beide seiten offen!?ich selbst habe erst 2000 mit aktien angefangen,u. bin 2001 gleich zu den futures gewechselt.damit ist mir vieles erspart geblieben,aber eine schwachstelle habe ich immer noch:die short-seite!diese kann ich nur durch offene marktpositionen beheben(liegt eben an den menschen,meistens positiv zu denken,überlebenswille).meine erfahrung mit anderen tradern zeigt mir nur,dass wenn sich einer gedanklich nur auf eine seite begiebt,er immer zu spät o. zu früh im markt ist,u. immer verliert:)  
besonders die kontrolle!eine gedanklicher wandel,vom saulus zum paulus,kann sich keiner erlauben,wenn er überleben will.
DER MARKT ZEIGT UNS;WO ES LANG GEHT!ich glaube kaum,dass es hier einen market maker gibt,also bleibt uns doch nix anderes übrig.
cu knipser
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knipser 2:

@ altmeister

 
27.02.03 11:15
3 jahre überbewertung,dann 3j unterbewertung=märz 2003
alles nur psyche
Antworten
altmeister:

danke für den artikel knipser

 
27.02.03 11:21
ist ja wirklich interresant. und das mit den 3 jahrenpferde wechsel regel ist ja auch bekannt.
Antworten
rapido:

Kann Calexa nur zustimmen...

 
27.02.03 11:24
Stimmung ist mies,
und immernoch wird Spreu von Weizen getrennt,
stockpicking lautet nun auch schon länger das Zauberwort,
aber wie,wenn man auch-und gerade den Analysten nicht trauen kann,
und vielen Firmen auch nicht,da kommen noch mehr Pleiten und Skandale,
also wie soll ich jetzt entscheiden können,ob eine Aktie wirklich ihr
Geld wert ist ???
---Bin negativ eingestellt,was das betrifft,aber kaufe und hoffe auf Gewinne.
Bin ich nun Bulle oder Bär oder einfach ein stupid Zocker,der es nichr besser weiß??

Andere Sache--Kauft Ihr noch mal Aktien,bei denen Ihr Euch schon mal die Finger
verbrannt habt,und sei es nur fürs traden ?????
Rrrrapido
Antworten
altmeister:

sicher, sicher

 
27.02.03 11:38
rapido. könnte vermutlich mit keiner aktie mehr traden wenn ich sie nach einem mißtrad nicht mehr angeschaut hätte. habe mit jeder daxaktie schon gewonnen und verloren.
Antworten
pedroinvest:

Meine Meinung

 
27.02.03 11:47
Ich bin überzeugt, dss im Jahr 2000 sehr viele bearisch gestimmt waren. Sie sind einfach als Idioten verbrannt worden, zumal die Börsen weiter zulegten. Wenn man ( und ich zähle mich dazu ) zu dieser Zeit immer falsch lag, wird man von der Masse umgepolt und man verkündet es lautstark! ( man möchte doch schliesslich auch mal recht haben )
Jetzt ist das ganze umgekehrt.
Und die Wirtschaftsdaten....
Sie zeigen uns doch schon den Boden wie seinerzeit uns schon das Dach gezeigt wurde!
Doch solange die Märkte fallen, ist man ein Idiot wenn man ein Bulle ist.

Ich auf jeden Fall bin ein lautstarker Bär, und handle jedoch bereits ( in sehr kleinen Schritten ) wie ein Bulle.

Ich handle mit Short Zertifikaten, und die Gewinne verblase ich zur Zeit beim Einkaufen von Aktien.

Bin ich jetzt ein Idiot ???
Antworten
all time high:

@ all

 
27.02.03 11:52
Ich glaube, dass in jedem Bullen ein VOLLIDIOT steckt!!!
Man will einfach nicht wahr haben, das die realität einfach anders ist.
Immer wieder klammert man sich von neuem an postiven minifakten.
Man will nicht glauben, dass die aktie xy, obwohl vielleicht sogar marktführer weiter fallen kann usw.

PS. ich bin dauerbulle, aber nicht nur im bezug auf aktien.Auch im privatleben finde ich immer wieder, auch bei schlechtesten "daten" (wo wir schon wieder in der wirtschaft wären) etwas postives.
Ausserdem heisse ich nicht ATH, weil ich dauernd zugedröhnt oder besoffen bin.
Ich glaube entweder ist man von geburt an ein  bulle, (was ich mit postiver mensch gleichsetze), oder ein bär.
mfg ath
Antworten
rapido:

Danke Altmeister,

 
28.02.03 01:29
zum Thema Aktien noch mal anfassen,wo man sich die Finger verbrannt hat,zB
Intershop am 29.12.00 bei 33,50 und am 02.01.01 bei 9,90,der stoploss war auch
fürn Arsch,weil sich der Kurs vorbörslich schon halbiert hat,und hab dann noch mal
nachgekauft und noch mehr verloren...-und nun ist mir ähnliches bei Rösch passiert,
am 03.01.,Kurs ausgesetzt und dann ins nirgendwo,stellt sich für mich ernsthaft die
Frage,wozu stoploss???  Vor diesen Aktien graut mir jetzt-das ist was ich meine.
---@ath--Think positiv ist an der Börse und im wirklichen Leben nicht wirklich
hilfreich,gesunde Skepsis ist das minimum.
Alles wird gut,   ---aber wann?(Und zu welchem Preis?)
Rrrrapido
 Aber,gebe die Hoffnung nie auf.Und das zählt.
Antworten
baanbruch:

Senf, Senf, Senf von baanbruch Ranizki

 
28.02.03 03:15
Der von Knipser reingestellte Artikel ist doch wieder nur
eine weitere Verarschung bzw. Desinformation.

Amis beobachten jetzt also BRD-Aktien.
Na, toll!
Warum ist denn der DAX so krass gefallen?
Ich dachte immer, weil gerade die Amis die
deutschen Aktien rausgeschmissen haben.

Und man könne Käufer und Verkäufer nicht
zusammenführen? Was ist denn das für ein Scheißdreck?
Wollen die obskuren Amis unsere Aktien haben, dann
müssen sie einfach dafür bezahlen, dann bekommen sie die
auch. Nur geschenkt geht's natürlich nicht.
Ist mehr Nachfrage da als Angebot, dann steigt der Kurs.
UMS gestern/heute hats gerade wieder gezeigt.

Da ich schon bei Literaturkritik bin:
zombi17 hat schon fast alles gesagt, was ich hätte sagen wollen.

Ich war Bullle, weil ich dachte eine börsennotierte Gesellschaft
müßte für ihre Aussagen und Zahlen Verantwortung übernehmen.
Und dann waren da noch die Wirtschaftsprüfer. Ich hatte mal
einen Freund der diverse Prüfungen auf dem Weg zum WP
bestehen mußte. Ich gewann damals den Eindruck, daß ein
WP sehr gewissenhaft arbeiten müsse.

Inzwischen habe ich viel über die Realität gelernt. Bin deswegen aber nicht
zum Bären mutiert. Eher "vom Glauben abgefallen".
Wenn ich ein Bär wäre hätte ich schon längst wieder Puts gekauft, nicht zum
10-Minuten-Traden, sondern zur Absicherung. Dachte aber, wir würden es erstmal
wieder bis an die 3000 schaffen. Mußte die letzten 2 Wochen täglich erleben,
wie falsch ich lag.

Ist man ein Bär, wenn man mit ziemlicher Sicherheit behaupten kann, daß man
für den Rest seines Lebens nicht mehr von Versagern wie Sommer oder Breuer
geblendet werden wird und daß man in vielleicht 5 Jahren in der Bankfiliale
sich einmischen wird, wenn wieder mal eine Oma oder Omi einen hoffnungslos
überbewerteten Staatsschrott zeichnen wollen?

Aber ich nehme schon an, daß Deine Eingangsthese der Wahrheit nahe kommt.
Erfolg nährt den Erfolg. Mißerfolge können vorsichtig machen, wirken aber
meistens hemmend. Nach dem Reinfall mit UMS gestern habe ich heute sowohl
Ahold als auch Aixtron ungenutzt vorbeiziehen lassen, obwohl ich beide
"auf dem Schirm" hatte.

Gutes Nächtle
Antworten
Gekko is back:

@altmeister

 
28.02.03 04:38
Zu Posting 3:

Deine Beobachtung und die Schlussfolgerung finde ich superb. Das ist wirklich gut reflektiert in meinen Augen, Respekt.

Nur darf man nicht vergessen - profitieren tun vor allem diejenigen, die im Bullmarket bullish und im Bearmarket bearisch agieren, zumindest was trading angeht. Eine versuchte möglichst objektive, umfassende Betrachtungsweise, wie ich sie selbst sehr schätze, gibt für die Börse nicht immer die richtigen Handlungsweisen vor. In der Natur der Börse liegt, dass sie nicht objektiv ist. Das ist nur der sehr langfristige Durchschnitt. Die fundamentale Betrachtungsweise offenbart nur, wie weit sich die Märkte von diesem Schnitt, der sich langfristig auch ändern kann, entfernt haben. Meines Erachtens ist es nicht möglich durch fundamentale Betrachtungen zu bestimmen, wie sich kurzfristig (kleiner 1 Jahr) die Märkte, oder einzelne Papiere entwickeln.

Es gehört m.E. nicht viel dazu einen Markt, wie die High-Tech Bubble, oder den derzeitigen bullish oder bearish zu sehen. Denn der langfristige Schnitt ist bekannt und der ändert sich nicht so schnell und vor allem nicht in großen Schritten.

Aber die Suche nach dem Low/High kann m.E. nur schwerlich erfolgreich sein (auch wenn ich selbst größte Geistesanstrengungen unternehme diesen nostalgischen Punkt herauszufinden ;-)

Trotzdem denke ich, dass es einen Weg gibt langfristig die Märkte mit relativer Sicherheit outzuperformen. Billigste Chartanalyse! Keine EW`s, retracements oder japanische Candle-Stick-Analyse. Nein, einfache mit dem Lineal ermittelte Trends. Diese Langfristtrends sind aus meiner Sicht die einzige Konstante in diesem Spiel. Reingehen, wenn der langfristige Abwärtstrend gebrochen wird. Rausgehen, wenn der langfristige Aufwärtstrend gebrochen wird und die Kohle in Bonds stecken. Immer mit ungefähr 3% Sicherheitsmarge als Signifikanzindikator. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man mit dieser Strategie, so einfach sie auch ist, den Markt underperformen kann (auf Sicht von mehr als einem Jahr).

Ja aber das hat natürlich auch einen Haken. Zum ersten wird man damit nicht superreich werden (at least nicht in ein paar Monaten) und Gier ist nunmal eine starke Antriebsfeder. Zum anderen (wichtiger für mich persönlich) ist es schrecklich langweilig. Muss zugeben, dass mir einfach etwas die Professionalität abgeht. Es ist einfach auch Hobby und Playground für mich.

Aber wenn ich mal keine Lust, oder Zeit mehr dafür hab, dann werde ich sicherlich die oben beschriebene Strategie anwenden ;-)
Was ich im übrigen auch denjenigen empfehlen würde, die erstens vor allem ihr Vermögen an der Börse vermehren möchten und die zweitens nicht die Zeit dazu haben, sich halbprofessionell mit der Materie auseinander zu setzen.

cheers - gekko
Antworten
Depothalbierer:

Zum Bären werde ich, wenn ich irgendwo

 
28.02.03 08:02

überbewerteten Schrott sehe.
Zum Bullen werde ich, wenn ich unterbewertete Aktien ausmachen kann, möglichst noch nach einer schlechten Meldung.
Das war gerade gestern UMS und wird demnächst Adphos(828820).
Antworten
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