ServiceNow-Aktie schießt hoch – diese Zahlen zünden
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Die ServiceNow-Aktie dreht nach Vorlage der Quartalszahlen ins Plus. Das boomende KI- und Cybersecurity-Geschäft treibt die Umsätze über die Erwartungen.
Für dich zusammengefasst:
ServiceNow-Aktie steigt nach schwachem Handelstag.
Im 2. Quartal erzielte ServiceNow 3,877 Milliarden USD.
Für das Gesamtjahr wurden Erlöse von 15,76 bis 15,78 Mrd. USD prognostiziert.
Die Aktie von ServiceNow hat nach einem schwachen Handelstag im nachbörslichen Geschäft deutlich ins Plus gedreht. Vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen waren die Papiere noch 6,47 Prozent tiefer bei 95,46 US-Dollar aus dem regulären Handel gegangen. Nach Vorlage der Ergebnisse legte die Aktie jedoch um 4,65 Prozent auf 99,90 US-Dollar zu.
Auslöser für die Erholung waren vor allem überraschend starke Umsätze. Im zweiten Quartal erzielte ServiceNow Subscription-Erlöse von 3,877 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertraf die Analystenschätzung von 3,817 Milliarden US-Dollar.
Besonders große Hoffnungen setzt der Softwarekonzern auf sogenannte agentische KI. Innerhalb von neun Monaten habe sich die Zahl der Implementierungen entsprechender KI-Lösungen verneunfacht.
Mit dem "AI Control Tower" können Unternehmen KI-Agenten über verschiedene Cloud- und IT-Systeme hinweg überwachen, verwalten und absichern. ServiceNow erwartet, dass künftig mehr als 2,2 Milliarden KI-Agenten an der globalen Wirtschaft teilnehmen könnten.
Cybersecurity wird zum entscheidenden Wachstumstreiber
ServiceNow baut seine Position im Sicherheitsgeschäft gleichzeitig aggressiv aus. Nach den Übernahmen der Cybersecurity-Unternehmen Armis und Veza verwaltet die Plattform nach Unternehmensangaben inzwischen mehr als sieben Milliarden Geräte in Echtzeit.
CEO Bill McDermott warnt vor einer rasant wachsenden Angriffsfläche durch KI. Nicht kontrollierte digitale Ressourcen und Identitäten könnten Sicherheitsrisiken erheblich verstärken. ServiceNow will sich deshalb als durchgängige Plattform positionieren, die Workflows, KI-Steuerung und Cybersecurity miteinander verbindet.
Quartalsprognose schwächer, doch Jahresausblick angehoben
Für das dritte Quartal erwartet das Management Subscription-Erlöse zwischen 3,975 und 3,98 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt die Prognose unter der Analystenerwartung von 4,01 Milliarden US-Dollar.
Dennoch hob ServiceNow die Prognose für das Gesamtjahr an. Die Subscription-Erlöse sollen nun zwischen 15,76 und 15,78 Milliarden US-Dollar liegen. Gleichzeitig stellt das Unternehmen für das dritte Quartal eine operative Marge von 31 Prozent in Aussicht, nach 29,5 Prozent im zweiten Quartal.
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