von Bill Bonner
Was Jack in seinem neuen Buch erkennt, ist eine Serie von Booms und Krisen, die damit korrespondieren, was die Menschen über sich selber denken... was sie wollen... und wie sie leben wollen. Das, so glaubt er, definiert den amerikanischen Kapitalismus. Und dann verbindet er diese Phasen des amerikanischen Kapitalismus mit den Entwicklungsmustern und den Trends im Immobiliensektor. Ungefähr seit Anfang des 19. Jahrhunderts erkennt er drei große Formen des Kapitalismus - den Kapitalismus im kleinen Rahmen innerhalb der Landesgrenzen, der ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts sein Ende erreicht hatte... gefolgt von industriellen Entwicklungen im großen Rahmen, die ihren Zenit, laut Jack, zu Beginn des 20. Jahrhunderts erreicht haben sollen... gefolgt von der Verbraucherwirtschaft, mit der wir aufgewachsen sind. Jeder der großen Trends steigt und fällt. Die Preise steigen und fallen mit den Trends. Und die erste Welle der Entwicklung hat die Preise des Frontier-Landes steigen lassen, zuerst im Becken des Mississippi-Flusses... und dann draußen in der Prärie. Effektiv haben einige Teile des Mittleren Westens die Gipfel während eines spekulativen Fiebers in den 1880er Jahren erreicht - Preise, die seither nie wieder erreicht wurden. Die anschließenden Entwicklungen haben die Preis in den großen industriellen Zentren - ganz besonders in Chicago steigen lassen - dessen Wachstum bei weitem das in älteren Städten wie New York und Philadelphia übertroffen hat. Auch die Preise innerhalb der Metropolen des sogenannten „Rust-Belt" (Rost-Gürtel) sind danach nie höher gewesen. Und dann kam das materialistische Zeitalter... in dem der Verbraucher König war. Jeder König wollte sein eigenes Schloss in der Vorstadt... und seine Kutsche, mit Pferdekraft von Chevrolet oder Ford.
Das große Bild zeigte, dass die Energie günstig war und die amerikanische Produktion weltweit führend in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Billige Energie ließ ein Leben in den Vorstädten vernünftig erscheinen. In den Vororten hatte man den Vorteil, dass man in der Nähe einer großen Stadt lebte - mit Zugang zu Arbeitsplätzen, Unterhaltung und Bildung. Und man hatte die Vorteile des Landlebens - einen Swimming-Pool im Garten, Wiesen, frische Luft und Raum.
Die Bewegung in die Vororte begann in den Zwanzigern. Damals wurden die ersten Vororte im Norden von Baltimore gebaut... angebunden an die Innenstadt über Straßenbahnen und gepflasterte Straßen. Die reichsten Familien fingen damit an, Sommerhäuser in den höher gelegenen Gegenden von Guilford und Mount Washington zu bauen. Und dann, als der Transport besser wurde... und die Städte immer überfüllter mit Einwanderern und Fabrikarbeitern... fingen die Reichen an, das gesamte Jahr in ihren schattigen Rückzugsorten zu verbringen.
Während sich dieser Trend entwickelte, wurden die Vororte immer größer... und die Mittelklasse schloss sich dem Exodus an. Bis 1980 waren in den Stadtzentren nur noch Drogenabhängige und Empfänger von Sozialleistungen.
Gleichzeitig stiegen in den frühen Phasen des Verbrauchertrends die Löhne für die Arbeiter rapide an. Man konnte von der High-School abgehen, einen anständigen Job finden und dann damit rechnen, dass das Gehalt immer weiter steigen würde. Damit hatte man die Mittel, sich immer mehr Zeug zu kaufen und damit wurde das Einkaufen zur landesweiten Freizeitbeschäftigung. „Derjenige, der das meiste Zeug angesammelt hat, wenn er stirbt, gewinnt", lautete die Grundregel des Spiels.
Die ersten Herausforderungen für die Zeug-Kultur kamen früh. Die Hippies und die Gegenbewegung der Sechziger waren im Grunde genommen Reaktionen auf die Auswüchse des Konsumerismus und des Suburbanismus. Und dann gab es, angestachelt durch die Ölkrise, eine Gegenbewegung in Richtung des Selbstgenügsamkeit und Unabhängigkeit in den Siebzigern. Diese frühen Angriffe wurden durch die Kredit- und Blasenmärkte zurückgeschlagen. Es schien wahnsinnig, sich die Vorzüge der Zeug-Kultur entgehen zu lassen, während ihres Höhepunkts im ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Aber jetzt hat sich die Verbraucherwirtschaft verausgabt, sagt Jack. Sie ist erschöpft, abgenutzt und pass. Auf diesen Seiten habe ich von 2001 bis 2007 Tag für Tag das endgültige Ende des Trends beschrieben. Jetzt beschreibe ich die Folgen. Die Verbraucher sind pleite. Die Vororte nicht mehr in Mode. Und das Verlangen nach Zeug hat einem Verlangen nach Sicherheit, Stabilität und Einfachheit Platz gemacht.
Die Verlagerung von einem großen Trend zum anderen ist normalerweise von einer Krise gekennzeichnet. Die Übergangsphase macht eine Neuausstattung, eine neue Bestimmung der Preise und häufig einen Umzug notwendig. Die Vororte sind vermutlich keine Wachstumszonen bei diesem neuen sozioökonomischen Trend. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass die Immobilien in den Vororten ihren absoluten Gipfel in der Zeit von 2005 bis 2006 erreicht haben. Wir werden solche Preise nie wieder erleben. Die Leute werden umziehen. Und sie werden in neue Gegenden ziehen.
Die „Krisensaison" um Jacks Ausdruck zu verwenden, dauert normalerweise 20-30 Jahre lang an. Wir befinden uns gerade in einer: Damit wird das Ende der Krise - und der Anfang einer neuen Phase des Wohlstands - ca. 2020 anfangen.
***
Deckt sich mit meinen Ansichten, dass die Wohlstandsparty kurz vor dem aus ist.
Was Jack in seinem neuen Buch erkennt, ist eine Serie von Booms und Krisen, die damit korrespondieren, was die Menschen über sich selber denken... was sie wollen... und wie sie leben wollen. Das, so glaubt er, definiert den amerikanischen Kapitalismus. Und dann verbindet er diese Phasen des amerikanischen Kapitalismus mit den Entwicklungsmustern und den Trends im Immobiliensektor. Ungefähr seit Anfang des 19. Jahrhunderts erkennt er drei große Formen des Kapitalismus - den Kapitalismus im kleinen Rahmen innerhalb der Landesgrenzen, der ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts sein Ende erreicht hatte... gefolgt von industriellen Entwicklungen im großen Rahmen, die ihren Zenit, laut Jack, zu Beginn des 20. Jahrhunderts erreicht haben sollen... gefolgt von der Verbraucherwirtschaft, mit der wir aufgewachsen sind. Jeder der großen Trends steigt und fällt. Die Preise steigen und fallen mit den Trends. Und die erste Welle der Entwicklung hat die Preise des Frontier-Landes steigen lassen, zuerst im Becken des Mississippi-Flusses... und dann draußen in der Prärie. Effektiv haben einige Teile des Mittleren Westens die Gipfel während eines spekulativen Fiebers in den 1880er Jahren erreicht - Preise, die seither nie wieder erreicht wurden. Die anschließenden Entwicklungen haben die Preis in den großen industriellen Zentren - ganz besonders in Chicago steigen lassen - dessen Wachstum bei weitem das in älteren Städten wie New York und Philadelphia übertroffen hat. Auch die Preise innerhalb der Metropolen des sogenannten „Rust-Belt" (Rost-Gürtel) sind danach nie höher gewesen. Und dann kam das materialistische Zeitalter... in dem der Verbraucher König war. Jeder König wollte sein eigenes Schloss in der Vorstadt... und seine Kutsche, mit Pferdekraft von Chevrolet oder Ford.
Das große Bild zeigte, dass die Energie günstig war und die amerikanische Produktion weltweit führend in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Billige Energie ließ ein Leben in den Vorstädten vernünftig erscheinen. In den Vororten hatte man den Vorteil, dass man in der Nähe einer großen Stadt lebte - mit Zugang zu Arbeitsplätzen, Unterhaltung und Bildung. Und man hatte die Vorteile des Landlebens - einen Swimming-Pool im Garten, Wiesen, frische Luft und Raum.
Die Bewegung in die Vororte begann in den Zwanzigern. Damals wurden die ersten Vororte im Norden von Baltimore gebaut... angebunden an die Innenstadt über Straßenbahnen und gepflasterte Straßen. Die reichsten Familien fingen damit an, Sommerhäuser in den höher gelegenen Gegenden von Guilford und Mount Washington zu bauen. Und dann, als der Transport besser wurde... und die Städte immer überfüllter mit Einwanderern und Fabrikarbeitern... fingen die Reichen an, das gesamte Jahr in ihren schattigen Rückzugsorten zu verbringen.
Während sich dieser Trend entwickelte, wurden die Vororte immer größer... und die Mittelklasse schloss sich dem Exodus an. Bis 1980 waren in den Stadtzentren nur noch Drogenabhängige und Empfänger von Sozialleistungen.
Gleichzeitig stiegen in den frühen Phasen des Verbrauchertrends die Löhne für die Arbeiter rapide an. Man konnte von der High-School abgehen, einen anständigen Job finden und dann damit rechnen, dass das Gehalt immer weiter steigen würde. Damit hatte man die Mittel, sich immer mehr Zeug zu kaufen und damit wurde das Einkaufen zur landesweiten Freizeitbeschäftigung. „Derjenige, der das meiste Zeug angesammelt hat, wenn er stirbt, gewinnt", lautete die Grundregel des Spiels.
Die ersten Herausforderungen für die Zeug-Kultur kamen früh. Die Hippies und die Gegenbewegung der Sechziger waren im Grunde genommen Reaktionen auf die Auswüchse des Konsumerismus und des Suburbanismus. Und dann gab es, angestachelt durch die Ölkrise, eine Gegenbewegung in Richtung des Selbstgenügsamkeit und Unabhängigkeit in den Siebzigern. Diese frühen Angriffe wurden durch die Kredit- und Blasenmärkte zurückgeschlagen. Es schien wahnsinnig, sich die Vorzüge der Zeug-Kultur entgehen zu lassen, während ihres Höhepunkts im ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Aber jetzt hat sich die Verbraucherwirtschaft verausgabt, sagt Jack. Sie ist erschöpft, abgenutzt und pass. Auf diesen Seiten habe ich von 2001 bis 2007 Tag für Tag das endgültige Ende des Trends beschrieben. Jetzt beschreibe ich die Folgen. Die Verbraucher sind pleite. Die Vororte nicht mehr in Mode. Und das Verlangen nach Zeug hat einem Verlangen nach Sicherheit, Stabilität und Einfachheit Platz gemacht.
Die Verlagerung von einem großen Trend zum anderen ist normalerweise von einer Krise gekennzeichnet. Die Übergangsphase macht eine Neuausstattung, eine neue Bestimmung der Preise und häufig einen Umzug notwendig. Die Vororte sind vermutlich keine Wachstumszonen bei diesem neuen sozioökonomischen Trend. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass die Immobilien in den Vororten ihren absoluten Gipfel in der Zeit von 2005 bis 2006 erreicht haben. Wir werden solche Preise nie wieder erleben. Die Leute werden umziehen. Und sie werden in neue Gegenden ziehen.
Die „Krisensaison" um Jacks Ausdruck zu verwenden, dauert normalerweise 20-30 Jahre lang an. Wir befinden uns gerade in einer: Damit wird das Ende der Krise - und der Anfang einer neuen Phase des Wohlstands - ca. 2020 anfangen.
***
Deckt sich mit meinen Ansichten, dass die Wohlstandsparty kurz vor dem aus ist.
